Leistungserbringer
Ein eindrucksvolles Beispiel gelebter Energiezukunft ist das firmeneigene Energielabor im Businesspark Bodenweid. Hier werden nachhaltige, skalierbare Speicherlösungen entwickelt, um den Eigenverbrauch zu optimieren und Spitzenlasten zu reduzieren, basierend auf verschiedenen Batterietechnologien wie Wasserstoff, Redox-Flow, Natrium-Ionen oder Natrium-Nickel. Ein Ort, an dem die Energiewende bereits Realität ist.
Vom Gespräch zur Umsetzung
Zu ihrem 125-jährigen Bestehen lancierte die BKW die Initiative «Lebensräume 2025» mit dem Ziel, neue Impulse für lebenswerte, nachhaltige Lebensräume zu setzen. In einem gemeinsamen Projekt mit Partnern, wie der S + F Solutions AG, wurde dabei konkret über die zukunftsfähige Gestaltung des Energiesystems diskutiert, um dessen Potenziale zu nutzen.
Ein zentrales Thema war dabei die Nutzung der Steuerbarkeit dezentraler Anlagen, beispielsweise der Einsatz von Batteriespeichern zur Systemstabilisierung. Mit der Lösung Energy Powerflex bietet die BKW die Möglichkeit, steuerbare Kleinanlagen, darunter auch Batterien, zu bündeln und zu vermarkten. Über die sogenannte Powerflex-Box, eine intelligente Kommunikationsschnittstelle, werden diese Anlagen in das virtuelle Kraftwerk der BKW integriert. So kann ihre Flexibilität am Energiemarkt vermarktet werden, beispielsweise am Regelenergiemarkt, und stehen so bei Bedarf zur Netzstabilisierung zur Verfügung.
Schnell entschieden und konsequent umgesetzt
Kaum war die Diskussion im Gange, fiel bei der S + F Solutions AG bereits die Entscheidung. Das Unternehmen investierte in einen eigenen Batteriespeicher. Dabei spielten nicht nur wirtschaftliche Chancen, sondern auch der konkrete Beitrag zur Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit im Schweizer Stromnetz eine Rolle.
„Die Investition in einen Batteriespeicher ist für uns ein logischer Schritt, um wirtschaftlich von der zunehmenden Bedeutung der Flexibilitätsvermarktung zu profitieren und gleichzeitig aktiv zur Netzstabilität und Energiewende beizutragen.“ so Mathias Fernandez, Geschäftsführer S + F Solutions AG.
Heute ist die Batterie vollständig in das virtuelle Kraftwerk der BKW integriert. Sie stellt flexible Leistung zur Verfügung und reagiert in Sekunden auf kurzfristige Schwankungen im Stromnetz – egal, ob es sich um Über- oder Unterlast handelt.
Ein starkes Beispiel dafür, wie aus einer partnerschaftlichen Idee innerhalb kürzester Zeit eine marktfähige Lösung mit echtem Systemnutzen entsteht.
Kurzporträt: S+F Solutions AG
Die S + F Solutions AG mit Sitz in Bern steht für technologische Innovation. Als zukunftsorientiertes Unternehmen entwickelt und realisiert es ganzheitliche Lösungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Telekommunikationsinfrastruktur.
Ob saisonale Energiespeicher auf Wasserstoffbasis für PV-Strom oder Systeme zur Eigenverbrauchsoptimierung und Reduktion von Spitzenlasten mittels Redox-Flow- oder Natrium-Ionen-Batterien: S + F Solutions AG bringt Theorie in die Praxis. Im firmeneigenen Energielabor in Bümpliz werden neue Technologien unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt.
Ergänzt wird das Portfolio durch nachhaltige Dienstleistungen in den Bereichen Telekom-Netzumbau, Refurbishment und Kreislaufwirtschaft, stets mit dem Anspruch, ökologische Verantwortung und technologische Effizienz in Einklang zu bringen.
Was genau ist der Regelenergiemarkt?
Wird im Stromnetz mehr Energie verbraucht als erzeugt, oder umgekehrt, gerät das Netz aus dem Gleichgewicht. Swissgrid, die Betreiberin des Übertragungsnetzes, ist für dessen Stabilität verantwortlich. Da sie selbst keine Kraftwerke besitzt, kauft sie die kurzfristig benötigten Leistungen am Regelenergiemarkt ein. Auch kleine dezentrale Anlagen können, gebündelt über ein virtuelles Kraftwerk, daran teilnehmen und so aktiv zur Netzsicherheit beitragen.
Weiterführender Link: Pooling kleiner Erzeugungsanlagen und Verbraucher zur Regelenergievermarktung - BKW
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