Unterhalt und Reinigung von Sauberwasserleitungen in Gerzensee

Sauberwasserleitungen haben einen wichtigen Nutzen: Sie dienen dazu, sauberes Wasser aufzufangen und es direkt dem Grundwasser zuzuführen, bevor es in die Kanalisation gelangt. Für die Gemeinde Gerzensee führte die Arpe AG eine umfassende Reinigung der Sauberwasserleitungen durch.

Im Jahr 2019 durfte die Arpe AG in der Gemeinde Gerzensee im bernischen Mittelland den fachmännischen Unterhalt der Sauberwasserleitungen ausführen.

Unsere Aufgaben

  • Um Gewässerverunreinigungen zu vermeiden, muss vor dem Reinigungsvorgang die Art der Leitung festgestellt und beim Spülvorgang berücksichtigt werden.
  • Mithilfe einer geeigneten speziellen Rotierdüse wurde die Leitungen von Wurzeln, Kalk und weiteren Ablagerungen gereinigt.
  • Die ausgespülten Verunreinigungen wurden dann in einem Sammelschacht zusammengetragen und anschliessend mit dem Recycling-Spül-Lastwagen abgesaugt und fachgerecht entsorgt.

Facts & Figures

Fertigstellung

2018

Baugattung

Wasser

Bauart

Umbau

Branche

Sanierung

Ausgeführte Arbeiten

Kanalunterhalt, Reiniung von Saubwasserleitungen

Projektmanager

Peter Giger, Arpe AG

Bauherr

Gemeinde Gerzensee

Sauberes Wasser für die Trinkwasserreserven

Die Aufbereitung von Abwasser in einer Abwasserreinigungsanlage (ARA) ist aufwendig und kostenintensiv. Deshalb wäre es ökologisch nicht sinnvoll und auch unwirtschaftlich, nicht verschmutztes Fremd- und Regenwasser in den Abwasserleitungen aufzufangen, wo es sich mit dem Schmutzwasser vermischen würde. Das Gewässerschutzgesetz (GSchG) und die kantonalen Vorgaben verpflichten die Gemeinden, das nicht verschmutzte Wasser entweder im Boden versickern zu lassen oder andernfalls in ein oberirdisches Gewässer einzuleiten. So kann das saubere Wasser wieder dem Grundwasser zugeführt werden, wo es dann als wichtige Trinkwasserreserve verfügbar ist. Damit das saubere Wasser langfristig zuverlässig und ungehindert durch die Leitungen fliessen kann, ist von Zeit zu Zeit deren Reinigung notwendig.

An die individuellen Gegebenheiten angepasst

Grundsätzlich gelten für die Wartung der Leitungen die vom VSA-Verband publizierten Richtlinien für den Unterhalt von Leitungen und Anlagen der Kanalisation und der Grundstückentwässerung. Damit keine Schäden an den Bauwerken entstehen, muss der Spüldruck an die Gegebenheiten angepasst werden. Wenn Bereiche mit vermehrten Ablagerungen höheren Druck erfordern, muss der Eigentümer der Leitung darauf aufmerksam gemacht werden, damit abgeklärt werden kann, weshalb diese Notwendigkeit besteht. Gegebenenfalls kann das Problem behoben oder stattdessen ein häufigeres Spülen veranlasst werden. Grössere feste Ablagerungen wie Bauschutt oder Kalk dürfen beim Spülvorgang nicht in ein Gewässer gelangen, weshalb es in einem solchen Fall erforderlich ist, eine Absetzmulde aufzustellen oder die Ablagerungen mechanisch zu beseitigen.

Impressionen

Hohe Anforderungen an das Spülpersonal

Die bei diesem Dienstleistungsauftrag vorhandenen unterschiedlichen Entwässerungssysteme stellen erhöhte Anforderungen an das Spülpersonal. Um Gewässerverunreinigungen zu vermeiden, muss vor dem Reinigungsvorgang die Art der Leitung festgestellt und beim Spülvorgang berücksichtigt werden. In der Gemeinde Gerzensee bestehen die Sauberwasserleitungen aus unterschiedlichen Materialien, welche bei unsachgemässer Reinigung unerwünschte Schäden erleiden könnten. Die Vielfalt der Stoffe, aus denen die Rohre des vorliegenden Objekts bestehen, ist spannend: Man findet Zementverbundrohre, aber auch Leitungen aus PVC und selbst gusseiserne Rohre. Jedes Leitungsmaterial besitzt ihm eigene chemische und mechanische Eigenschaften. Die Leitungen sind zudem unterschiedlich lang und haben verschiedene Durchmesser. So entsteht eine breite Palette an Leitungen aus grundverschiedenen Bausubstanzen, die vom Durchmesser her mehr oder weniger gut zugänglich sind und zudem divergente Längen aufweisen. Natürlich erschwert dieser Umstand die Arbeiten des Reinigungspersonals, welche im Falle schlechten Wetters mit Regenfällen ohnehin beeinträchtigt werden. Eine weiterer Hindernisfaktor bei diesem Objekt lag in der erschwerten Zugänglichkeit der Leitungen aufgrund ihrer geographischen Lage.