Trafotürme prägen seit Jahrzehnten das Landschaftsbild. Während viele von ihnen dank modernisierter Technik weiterhin wichtige Aufgaben im Stromnetz übernehmen, haben andere ihre ursprüngliche Funktion verloren.
Diese ungenutzten Türme bieten neues Potenzial: Je nach Standort und baulichen Voraussetzungen verwandeln sie sich in wertvolle Lebensräume für Tiere. Gemeinsam mit lokalen Stiftungen, Naturvereinen und Fachpersonen entwickelt die BKW Projekte, die bestehende Infrastruktur sinnvoll weiternutzen und gleichzeitig die Biodiversität fördern.
Vom leeren Trafoturm zum Lebensraum für Tiere
Wird ein Trafoturm nicht mehr für die Stromversorgung benötigt, kann er zu einem wertvollen Lebensraum für Tiere werden. Seine massiven Mauern, geschützten Innenräume und die erhöhte Lage bieten ideale Voraussetzungen für zahlreiche Arten.
Besonders profitieren Tiere, die in der heutigen Kulturlandschaft immer weniger geeignete Rückzugsorte finden. Dazu gehören beispielsweise Wiesel und Siebenschläfer, die früher häufig in Scheunen oder Dachböden lebten.
Auch Vögel und Fledermäuse finden in ehemaligen Trafotürmen ideale Bedingungen. Speziell integrierte Nistkästen in der Fassade sind besser vor Witterung und Temperaturschwankungen geschützt als frei montierte Kästen. Ergänzend entstehen unter Dachvorsprüngen oder im oberen Bereich der Türme sichere Quartiere für Fledermäuse.
Biodiversität an Trafotürmen im laufenden Betrieb
Auch Trafotürme, die weiterhin Teil der Stromversorgung sind, können die Biodiversität fördern. Dabei haben die Sicherheit der Anlage und der uneingeschränkte Betrieb jederzeit oberste Priorität.
Wo die baulichen Voraussetzungen es erlauben, lassen sich Nistkästen für Vögel integrieren. Die erhöhte Lage bietet geschützte Brutplätze und eignet sich besonders für Arten wie den Mauersegler, der auf hoch gelegene Nistmöglichkeiten angewiesen ist.
Ein Beispiel dafür ist der Trafoturm in Hasle-Rüegsau: Dort unterstützte die BKW 2022 einen lokalen Verein bei der Installation spezieller Brutkästen. Diese können für Reinigung und Wartung sicher auf Arbeitshöhe abgesenkt werden. Auch am Trafoturm in Spiez bieten heute Brutkästen Mauerseglern einen geeigneten Nistplatz.