BKW führt dynamische Abnahmevergütung schrittweise als Standard ein

Die BKW verändert die Vergütung für eingespeisten Solarstrom. Statt eines vierteljährlichen Durchschnittspreises bestimmt künftig stärker der Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung die Vergütung.

Seit Juli 2026 können Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaikanlagen freiwillig die dynamische Abnahmevergütung wählen. Dabei richtet sich die Vergütung nach dem Strompreis an der Börse zum Zeitpunkt der Einspeisung. Am Ende des Quartals gibt es für Anlagen <150 kW weiterhin einen Ausgleich bei tiefen Marktpreisen. Die ersten Erfahrungen sind aus der Sicht der Kundinnen und Kunden, die dieses neue Modell gewählt haben, positiv.

Ab 1. Januar 2027 wird Strom aus neu ans Netz angeschlossenen Photovoltaikanlagen grundsätzlich nach dem Modell der dynamischen Abnahmevergütung vergütet. Bestehende Anlagen können weiterhin freiwillig in dieses Modell wechseln, sofern bei ihrer Anlage ein Smart Meter oder Lastgangzähler installiert ist. Ab 2028 gilt das dynamische Modell grundsätzlich für alle Anlagen. Die betroffenen Kundinnen und Kunden werden rechtzeitig und individuell über die Umstellung informiert.

Gestaffelte Einführung

Die neue Vergütung trägt den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen Rechnung, die ab Anfang 2027 gelten. Gleichzeitig setzt sie Anreize für eine marktnähere Einspeisung von Strom aus Photovoltaik: Bei wenig Solarstromproduktion und gleichzeitig hoher Nachfrage sind die Vergütungen tendenziell hoch, bei tiefer Nachfrage und viel Solarstrom im System entsprechend tiefer. Für Produzentinnen und Produzenten entsteht damit ein finanzieller Anreiz, ihren Eigenverbrauch oder die Speicherung stärker an der aktuellen Marktsituation auszurichten. Das trägt dazu bei, dezentrale Photovoltaikanlagen besser ins elektrische Gesamtsystem zu integrieren. 

Die BKW setzt bewusst auf eine gestaffelte Einführung. So kann sie weitere Erfahrungen mit dem neuen Modell sammeln, während Betreiberinnen und Betreiber bestehender Anlagen genügend Zeit erhalten, sich mit der Umstellung und ihren individuellen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Wir empfehlen unseren Kundinnen und Kunden, zusammen mit dem jeweiligen Fachpartner die optimale Lösung für ihre PV-Anlage zu finden und umzusetzen.  

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