Die BKW FMB Energie AG (BKW) hat nach rund zweijähriger Bauphase die neue 380-Kilovolt-Anlage der Unterstation Bickigen in Betrieb genommen. Damit verfügt die BKW über einen zweiten Zugang zum leistungsfähigen europäischen 380-Kilovolt-Verbundnetz und ist damit gut gerüstet für die bevorstehende Öffnung des europäischen Strommarktes. Der Stromtransport auf der Spannungsebene 380 Kilovolt bis zum geographisch zentralen Stützpunkt Bickigen erhöht die Versorgungssicherheit, vermindert Transportverluste und liegt damit im Interesse der BKW Kunden und der effizienten Energieanwendungen. Die Unterstation Bickigen der BKW hat mit ihrer geographischen Lage im zentralen Mittelland sowohl für die regionale Versorgung als auch für das gesamtschweizerische Verbundnetz eine tragende Funktion. Sie ist der wesentliche Versorgungsstützpunkt für weite Teile vom Berner Mittelland, Oberaargau und Emmental bis in die Nordwestschweiz. Die elektrische Energie wird in Bickigen über das 380-Kilovolt-Netz auf 220,132 sowie auf 50 Kilovolt transformiert und so in die regionalen und überregionalen Verteilnetze eingespeist. Ab Bickigen werdenunter anderem die Städte Bern, Burgdorf, Langenthal und Solothurn mit elektrischer Energie versorgt. Zusätzlichführen direkte Leitungen in die Region Basel. Im Hinblick auf die Marktöffnung gewinnt der gesamtschweizerisch koordinierte und optimierte Ausbau der Leitungsnetze an Bedeutung. Die Inbetriebnahme der neuen 380 Kilovolt-Anlage in Bickigen, verknüpft über eine Transformierung mit Transportleitungen ins Wallis und die Innerschweiz, stellt zusammen mit den zukünftig mit 380 Kilovolt statt wie bisher 220 Kilovolt betriebenen Leitungen in die Nord- bzw. Nordwestschweiz einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des schweizerischen Transportnetzes dar. Die Kosten für die neue 380 Kilovolt-Anlage in Bickigen, die Anpassungen der 380 kV- Leitungen in die Nord- und Nordwestschweiz und der Ausbau der Gegenstation belaufen sich auf rund 30 Millionen Franken. BKW FMB Energie AG