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Beim neuen Fischpass in Bannwil handelt es sich um ein komplexes Bauwerk – er bietet zwei getrennte Einstiege im Unterwasserbereich: Einen nahe der Turbinenausläufe für schwimmstarke Arten wie Lachs und Forelle sowie einen weiter entfernten für schwimmschwächere Fische, etwa Jungfische. Die Einstiege münden in einen gemeinsamen Kanal, der über eine technische Aufstiegstreppe in ein naturnah gestaltetes Gerinne führt – mit einem Ausstieg oberhalb des Kraftwerks.
Inhouse-Expertise und regionale Wertschöpfung
Die Planung und Projektleitung beim Fischaufstieg Bannwil erfolgte durch die BKW Engineering als Gesamtplanerin. Nahezu alle Fachdisziplinen – von Bauingenieurwesen über Stahlwasserbau bis hin zur Leittechnik – kamen dabei von der BKW. Die stahlwasserbaulichen Elemente wie Schieber und Schütze wurden in der eigenen Werkstatt in Wimmis gefertigt. Externe Expertinnen und Experten, etwa für Fischbiologie und Geologie sowie kantonale und eidgenössische Fachbehörden, begleiteten das Projekt. Die Bauarbeiten selbst wurden an ein regionales Unternehmen vergeben.
Nicht nur in Bannwil wird die Fischgängigkeit wiederhergestellt. Aktuell bringt die BKW auch die Fischaufstiege der Laufwasserkraftwerke in Wynau/Schwarzhäusern und zusammen mit Energie Service Biel in Brügg auf den neusten Stand. Das Bundesgesetz über die Fischerei und das revidierte Gewässerschutzgesetz verlangen die Wiederherstellung der freien Fischwanderung bei Wasserkraftwerken bis 2030. Die BKW setzt die dringendsten Sanierungen mit hoher Priorität um – ein Bekenntnis zu nachhaltiger Stromproduktion, Umweltverantwortung und Biodiversität. Gesamthaft investierte die BKW für den neuen Fischpass in Bannwil rund 17 Mio. Franken, die nach der Realisierung über das Gewässerschutzgesetz durch den Bund rückerstattet werden. Der alte Fischabstieg wurde im Vorfeld rückgebaut, da er nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach.