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* Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Kennzahlen im Vorjahresvergleich
| In Mio. CHF | 1. HJ 2026 | 1. HJ 2025 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 2’182.5 | 2’251.8 | -69.3 |
| EBITDA | 387.9 | 431.3 | -43.4 |
| EBIT | 263.7 | 310.7 | -47.0 |
| Reingewinn | 217.6 | 203.3 | +14.3 |
| Operativer Reingewinn 1 | 169.1 | 210.4 | -41.3 |
1 Der operative Reingewinn ist der um die Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des KKM bereinigte Reingewinn (inkl. Steuereffekte). Zur Ermittlung des operativen Reingewinns wurde der ausgewiesene Reingewinn 2026 von 217.6 Mio. CHF (2025: 203.3 Mio. CHF) um die Wertveränderung der STENFO von 60.6 Mio. CHF (2025: -9.0 Mio. CHF) sowie den entsprechenden Steuereffekt von -12.1 Mio. CHF (2025: +1.9 Mio. CHF) bereinigt. Der operative Reingewinn beträgt somit 169.1 Mio. CHF (2025: 210.4 Mio. CHF).
Die BKW war im ersten Halbjahr gut unterwegs, trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen. Eine ungünstige Kombination von Umweltfaktoren – wenig Wasser verbunden mit tiefem Windaufkommen – kam zusammen mit unerwarteten Entwicklungen in der Geopolitik. Auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) lieferte das Geschäftsfeld Power Grid im Vorjahresvergleich ein erwartet stabiles Resultat, während sich Infrastructure & Buildings positiv entwickelte. Im Geschäftsfeld Energy Solutions beeinflussten insbesondere die Marktverwerfungen infolge der Situation im Nahen Osten temporär den Ertrag.
Energy Solutions von Marktentwicklungen beeinflusst
Energy Solutions erzielte im ersten Halbjahr eine Gesamtleistung von 950.7 Mio. CHF, mit 4.2 Prozent leicht unter Vorjahr (1. Halbjahr 2025: 992.0 Mio. CHF). Aufgrund der besonderen Umwelt- und Marktsituation verringerte sich das EBITDA um 21.2 Prozent auf 193.7 Mio. CHF (1. Halbjahr 2025: 245.7 Mio. CHF) und das EBIT um 24.2 Prozent auf 156.9 Mio. CHF (1. Halbjahr 2025: 207.0 Mio. CHF).
Die Wasserproduktion war im ersten Halbjahr erneut von anspruchsvollen hydrologischen Bedingungen geprägt. Wegen der tiefen Pegelstände wurde weniger produziert als im Vorjahr. Auch die Windkraftwerke produzierten weniger, mangels Wind. Überdies wurde Energy Solutions im Stromhandelsgeschäft durch die Marktverwerfungen infolge der Situation im Nahen Osten temporär belastet. Gleichzeitig profitierte das Geschäftsfeld davon, dass Strommengen für das Kalenderjahr 2026 bereits vor drei Jahren zu hohen Terminmarktpreisen abgesichert werden konnten. Zudem eröffneten die Preisschwankungen bei den Systemdienstleistungen zur Stabilisierung der Netze und im Intraday-Handel zusätzliche Ertragschancen, insbesondere während der Hitzeperiode im Juni. Zudem wirkte sich die Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Leibstadt positiv auf das Ergebnis aus.
Power Grid mit stabilem Resultat
Die Gesamtleistung des Geschäftsfelds Power Grid betrug im ersten Semester 2026 322.8 Mio. CHF, leicht über dem Vorjahr (1. Halbjahr 2025: 319.3 Mio. CHF). Das EBITDA nahm um 2.3 Prozent auf 122.8 Mio. CHF zu (1. Halbjahr 2025: 120.0 Mio. CHF), das EBIT um 1.9 Prozent auf 68.0 Mio. CHF (1. Halbjahr 2025: 69.3 Mio. CHF) ab. Die Energiedurchleitung lag im ersten Halbjahr über dem Vorjahreswert. Diese höhere Durchleitungsmenge wirkte sich positiv auf die Gesamtleistung und das EBIT-Resultat aus. Anderseits stiegen die Abschreibungen gegenüber der Vorjahresperiode wegen der weiterhin hohen Investitionstätigkeit in die Netzinfrastruktur.
Infrastructure & Buildings legte bei der Profitabilität weiter zu
Die Gesamtleistung des Geschäftsfelds Infrastructure & Buildings ging von 957.5 Mio. CHF leicht um 2.6 Prozent auf 932.8 Mio. CHF zurück. Dies ist insbesondere auf den konsequenten Fokus der BKW auf profitables Wachstum zurückzuführen. So gelang es dem Geschäftsfeld, das EBITDA um erfreuliche 5.8 Prozent auf 75.7 Mio. CHF (1. Halbjahr 2025: 71.6 Mio. CHF) zu steigern. Das EBIT wuchs sogar um 12.8 Prozent auf 34.7 Mio. CHF (1. Halbjahr 2025: 30.8 Mio. CHF). Gleichzeitig konnte die EBIT-Marge um 0.5 Prozentpunkte auf 3.7 Prozent erhöht werden. Die gute Auftragslage mit margenstarken Projekten in den Bereichen Engineering und Hochleitungsbau hat massgeblich zu dieser Steigerung der Profitabilität beigetragen. Auch das Servicegeschäft in der Gebäudetechnik konnte weiter ausgebaut werden. Dagegen bleiben die Marktbedingungen im Photovoltaik-Geschäft weiterhin herausfordernd.
Investitionen zur Umsetzung der Strategie «Solutions 2030»
Die BKW hat in der Berichtsperiode weitere wesentliche Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie «Solutions 2030» erreicht. Diese zielt darauf ab, die Position der BKW als breit aufgestellte Infrastrukturbetreiberin und Dienstleisterin weiterzuentwickeln. Insgesamt beliefen sich die Investitionen im ersten Halbjahr auf 209.7 Mio. CHF (Vorjahr: 226.7 Mio. CHF).
Von diesen Investitionen gingen 65.5 Mio. CHF in das Geschäftsfeld Energy Solutions. In der italienischen Region Apulien ist der Windpark Cerignola nach einer Bauzeit von nur zwölf Monaten vollständig in Betrieb gegangen. Er zählt nun mit einer Leistung von 125 Megawatt und einer jährlichen Produktion von über 310 Gigawattstunden zu den grössten Windparks im BKW Portfolio – ein Meilenstein in der Umsetzung der Strategie «Solutions 2030». Damit will die BKW ihr Produktionsportfolio auf 4.7 Gigawatt Leistung erhöhen und den Anteil der erneuerbaren Energieproduktion erweitern.
Im Mai hat die BKW für die geplante Grossbatterieanlage in Mühleberg eine Grundsatzvereinbarung mit Swissgrid über eine Netzanschlusskapazität von 400 Megawatt abgeschlossen. Einen weiteren wichtigen Zwischenschritt markiert der Baubeginn von Grimsel 4 beim Partnerwerk Kraftwerke Oberhasli AG. Das neue Pumpspeicherwerk zwischen dem Grimsel- und dem Räterichsbodensee erhöht die Flexibilität der gesamten Grimselanlage markant.
Zudem hat die BKW die unternehmerischen Aktivitäten in Frankreich erfolgreich verstärkt. Durch die Übernahme des Energieversorgers Volterres SAS ist die BKW zu einer der bedeutenden Anbieterinnen von Energiedienstleistungen geworden.
Der grösste Teil der Investitionen (87.5 Mio. CHF) ging im ersten Halbjahr in das Verteilnetz. Diese Investitionen braucht es, um die Netzinfrastruktur an die neuen Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen. Die Energiewelt wird dezentraler, erneuerbare Energien spielen eine grössere Rolle, und die Kundinnen und Kunden wünschen neue Angebote. Das zeigt sich auch im Versorgungsgebiet der BKW: Ende Juni 2026 waren bereits rund 35’500 erneuerbare Stromerzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von circa 1.2 Gigawatt an das BKW Verteilnetz angeschlossen. Ausserdem hat die BKW in den ersten sechs Monaten des Jahres den Rollout von intelligenten Stromzählern weiter beschleunigt: Per Ende Juni 2026 waren im Versorgungsgebiet der BKW bereits 211’000 sogenannte Smart Meter installiert. Zum Vergleich: Per Ende 2025 waren es rund 135’000.
Im Geschäftsfeld Infrastructure & Buildings summierten sich die Investitionen auf 44.9 Mio. CHF. Sie gingen hauptsächlich in organisches Wachstum.
Ausblick 2. Halbjahr 2026
Für die Geschäftsfelder Infrastructure & Buildings und Energy Solutions geht die BKW von einem stärkeren zweiten Halbjahr aus. Das Geschäftsfeld Power Grid dürfte sich weiterhin stabil präsentieren. Die BKW erwartet für 2026 ein EBIT im unteren Bereich des Anfang Jahr genannten Zielbands von 650 Mio. CHF bis 750 Mio. CHF.
Den Halbjahresbericht 2026 der BKW und die Präsentation der Analysten- und Medienkonferenz finden Sie auf unserer Webseite www.bkw.ch/berichte.
Diese Medienmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Die zukunftsbezogenen Aussagen enthalten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen enthaltenen abweichen. Zu den Risiken und Unsicherheiten gehören unter anderem Faktoren wie Markt- und Wirtschaftsbedingungen, gesetzliche Vorschriften und regulatorische Rahmenbedingungen, Wettbewerbsbedingungen, Zinsen oder Währungsschwankungen. Obwohl die BKW überzeugt ist, dass sich die zukunftsbezogenen Aussagen auf vernünftige Annahmen stützen, kann sie keine Garantie dafür geben, dass die erwarteten Ergebnisse erreicht werden. Die BKW ist nicht verpflichtet, Prognosen bei Vorliegen von neuen Informationen, bei künftigen Ereignissen oder aus anderen Gründen zu aktualisieren.
Diese Medienmitteilung erscheint in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache. Massgebend ist die deutsche Version.