Seit April 2016 ist Joachim Dux Leiter Projekte im KKM. Sein Team hat zwei Hauptaufgaben: Einerseits fungiert es als Projektoffice für KKM-interne Vorhaben, andererseits bereitet es den technischen Teil des Rückbaus vor. Diese Aufgaben werden immer wichtiger, je näher der 20. Dezember 2019 rückt. An diesem Tag stellt das KKM den Leistungsbetrieb endgültig ein: «Wir werden von einer 15-köpfigen Planungsabteilung zu einer operativen Abteilung mit rund 100 Leuten, bestehend aus Eigen- und Fremdpersonal», erklärt der gebürtige Hesse. Aus Planenden werden Umsetzende. Sie gestalten heute das, was ab 2020 passieren wird. Eine Herausforderung und gerade darum so interessant.

Teleskopstapler
Joachim Dux vor einem Teleskopstapler, mit dem während des Rückbaus Container auf dem Areal transportiert werde

Von der Erfahrung profitieren

Auf die Umsetzung freut sich Joachim Dux ganz besonders. Wenn es dann endlich so richtig losgeht, und er mit den Mitarbeitenden des KKM das ausführen kann, was sie jahrelang geplant haben. «Ich weiss, wie toll diese Aufgabe ist. Das ist über viele Jahre ein spannendes Projekt», freut er sich. Als ehemaliger Gesamtprojektleiter des Rückbaus der WAK weiss der Maschinenbauingenieur, wovon er spricht. Aus seinem früheren Projekt kann er Vieles mitnehmen, denn es gibt zahlreiche Parallelen. Seien es Demontage, Schutzmassnahmen oder auch Kontakte mit den Behörden, in seinen 13 Jahren bei der WAK hat er sich mit allem befasst: «Vieles ist sehr ähnlich und lässt sich fast eins zu eins übertragen.»

«Ich weiss, wie toll diese Aufgabe ist.»

Ein schlagkräftiges Team

Von seiner Erfahrung profitiert nicht nur Joachim Dux selbst, sondern auch sein Team. Wichtig ist ihm dabei, dass dieses Handlungsspielraum hat und seine Aufgaben gestalten kann. «Wir sind ein starkes, schlagkräftiges Team», erklärt Joachim Dux. Das ist wichtig, denn vor sich haben sie alle einen spannenden, aber auch anspruchsvollen Weg. Noch in diesem Jahr wird aus seiner jetzigen Equipe die Abteilung Rückbau. Ein Zeichen, dass die Vorbereitungsarbeiten für die Stilllegung bereits auf Hochtouren laufen.

«Wir sind ein starkes, schlagkräftiges Team.»

Hand in Hand zusammenarbeiten zwischen Projekt und Betrieb

Mit der immer intensiveren Vorbereitung geht auch eine engere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen innerhalb des KKM einher. Den Grossteil des Rückbaus führen die Personen aus, die heute bereits im KKM arbeiten und die Anlage deswegen bestens kennen. Es gibt aber auch sehr spezifische Arbeiten, wie das Zerschneiden von Grosskomponenten, bei denen die BKW mit externen Experten zusammenarbeiten wird. Dazu gehört beispielsweise der Reaktordruckbehälter mit seinen Einbauten. Obwohl die Arbeiten dazu erst 2020 beginnen, beschäftigen sich Joachim Dux und sein Team schon heute damit. Es gilt, Anbieter zu sichten, Offerten einzuholen sowie zu evaluieren und schliesslich mit den Firmen, für die man sich entscheidet, die Arbeiten genau zu planen.

Mit dem E-Bike zur Arbeit und in die Heimat

Es war die Aussicht auf viele Jahre spannende Projektarbeit, die Joachim Dux vor gut zwei Jahren dazu bewogen haben, für die Arbeit in die Schweiz zu ziehen. Ganz leicht ist ihm dieser Entscheid nicht gefallen. Dass die Kinder bereits fast erwachsen sind, hat es jedoch einfacher gemacht. So verbringt Joachim Dux jetzt seine Wochenenden in der Nähe Mannheims bei der Familie oder gemeinsam mit seiner Frau im Liebefeld. Von dort fährt Joachim Dux unter der Woche seit einem halben Jahr fast täglich mit dem E-Bike ins KKM und wieder zurück. Und über die Auffahrtstage verfolgt er ein E-Bike-Projekt mit seiner Frau. Gemeinsam wollen Sie in vier Etappen vom Liebefeld in die Heimat fahren. Denn eins ist klar, sei es bei der Arbeit oder in der Freizeit: Projekte sind Joachim Dux’ Ding.

E-Bike
Mit dem E-Bike fährt Joachim Dux vom Liebefeld zur Arbeit im KKM.

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