«Wir können Gemeinden wie Wichtrach entlasten»

Die BKW wird neue Betreiberin des Verteilnetzes im Wichtracher Ortsteil Niederwichtrach. Überzeugt hat die Bevölkerung, dass mit der BKW eine erfahrene und gleichzeitig innovative Partnerin das Netz übernimmt. So ist die Stromversorgung auch in Zukunft sicher und zuverlässig.

Am Wochenende sprachen sich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wichtrach (BE) mit 88 Prozent für den Verkauf des Verteilnetzes im Ortsteil Niederwichtrach an die BKW aus. Die BKW soll damit ab 1. Januar 2019 das Verteilnetz für die gesamte Gemeinde betreiben. Die entsprechenden Verträge werden in den nächsten Monaten finalisiert und abgeschlossen. Bis anhin beschränkte sich der Auftrag auf den Ortsteil Oberwichtrach. Roland Küpfer, Konzernleitungsmitglied und Leiter Netze bei der BKW, ist sehr zufrieden mit dem Entscheid: «Wir freuen uns, die gesamte Gemeinde versorgen zu dürfen und unsere grosse Erfahrung für alle Wichtracherinnen und Wichtracher einbringen zu können».

Jede Lösung ist vielfach erprobt
Vor allem zwei Gründe bewogen den Gemeinderat dazu, das Verteilnetz zu verkaufen: Einerseits ist der Aufwand seit der Teilliberalisierung des Strommarktes stetig gestiegen. Andererseits stellen private Produktionsanlagen und die Rückspeisung des Stroms ins Netz die Gemeinde vor immer grössere Herausforderungen. Die BKW als Verteilnetzbetreiberin ist dank ihrer Erfahrung und ihrem grossen Know-how die richtige Partnerin: Sie versorgt Kundinnen und Kunden in über 260 Gemeinden in sechs Kantonen – Netzstabilität, Strommarktliberalisierung oder auch Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch in Quartieren gehören für die BKW zum Alltag. Gemeinden wie Wichtrach profitieren so von vielseitig erprobten Lösungen – auch für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein grosser Vorteil.

24/7-Pikett und Vorreiterin in der Digitalisierung
Im Störungsfall, beispielsweise bei Stromausfällen infolge Sturmschäden profitiert die Bevölkerung von den schnellen und professionellen Strukturen: Dank gut abgestimmtem Meldewesen, dem grossen Netzwerk mit 24/7-Pikettmonteuren und vorhandenem Material behebt die BKW Störungen routiniert und zeitnah.

Zudem arbeitet die BKW aktiv an einer noch effizienteren Datenverarbeitung. Für Gemeinden kommt diese Erfahrung dann zum Tragen, wenn es um neue Stromzähler geht. Bis 2027 sollen gemäss Vorgaben des Bundes 80 Prozent aller Haushalte über einen digitalen, einen so genannt intelligenten, Stromzähler verfügen: Im Unterschied zum herkömmlichen Modell mit manueller Ablesung liefert dieser automatisch und viertelstündlich Daten zum Stromverbrauch. Die BKW rüstet ihre Systeme auf, um diese riesigen Datenmengen von und für ihre Kunden bewirtschaften zu können.

Die Veränderung der Stromlandschaft macht einen Umbau des Verteilnetzsystems langfristig notwendig. Deshalb sind Roland Küpfer und die BKW überzeugt: «Netzbetreiber wie wir können diesen Umbau mit dem Blick auf das Gesamtsystem effizient gestalten. Gemeinden wie Wichtrach entlasten wir von den wachsenden Aufgaben – und versorgen sie gleichzeitig.»

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