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BKW setzt Wachstumspfad erfolgreich fort

Geschäftszahlen 2017 der BKW AG 

2017 ist es der BKW Gruppe erneut gelungen, ihr Ergebnis bedeutend zu steigern. Der weitere Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, die erfolgreiche Ausrichtung des Energiegeschäfts auf die neuen Marktverhältnisse und das unverändert konsequente Kostenmanagement haben wesentlich dazu beigetragen. Mit 379 Mio. Franken (+9.6 Prozent) resultierte ein sehr gutes operatives Betriebsergebnis (EBIT). Auch der Reingewinn konnte um 15.9 Prozent auf 271 Mio. Franken gesteigert werden. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 1.80 Franken pro Aktie.  

Die BKW hat 2017 ein starkes Ergebnis erzielt. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr auf 2’577 Mio. Franken (+5.1 Prozent*) gesteigert werden. Zum Umsatzwachstum hat in erster Linie der weitere Aufbau des Dienstleistungsgeschäfts beigetragen. Mit 736 Mio. Franken Umsatz (+30 Prozent) macht das Dienstleistungsgeschäft bereits über einen Viertel der Gesamtleistung aus. Dieses markant wachsende Geschäftsfeld steigerte zudem den operativen Gewinn überproportional auf 46 Mio. Franken (+46 Prozent). Der Umsatz des Netzgeschäfts erhöhte sich infolge der Akquisition der AEK Mitte 2016 auf 666 Mio. Franken (+7 Prozent).

Im Energiegeschäft ging der Umsatz um insgesamt rund 90 Mio. Franken zurück. Aufgrund tiefer Strompreise verzeichnete die BKW Umsatzeinbussen von insgesamt 140 Mio. Franken. Mit höheren Produktionsmengen im Ausland konnten diese zum Teil wieder aufgefangen werden. Durch die optimale Bewirtschaftung der Energiepositionen, einem auszeichneten Handelsresultat sowie weiterhin konsequentem Kostenmanagement konnten die negativen Preiseinflüsse gar mehr als kompensiert werden. Das Energiegeschäft weist ein Ergebnis von rund 158 Mio. Franken (+16 Prozent) aus, was deutlich über dem Vorjahreswert liegt.

Starkes Betriebsergebnis der BKW Gruppe 2017 

Mio. CHF

20161

2017

Veränderung

Gesamtleistung

2’452.1

2’577.4

5.1%

Operatives Betriebsergebnis (EBIT)

345.7

379.0

9.6%

Reingewinn

233.5

270.6

15.9%

Geldfluss betriebliche Tätigkeit

358.1

493.4

37.8%

1 Bereinigt um Einmaleffekte aus Enteignungsentschädigung Swissgrid und Veräusserungsgewinne der Beteiligungen an Groupe E und Romande Energie.

Fokus auf Wachstumsmärkte

Beim Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts setzt die BKW auf die wachsenden Infrastruktur- und Gebäudetechnikmärkte. Die zum Teil veralteten und sanierungsbedürftigen Infrastrukturen in Deutschland, der Schweiz und Österreich weisen erheblichen Investitionsbedarf auf. So nimmt die Nachfrage nach Engineering-Dienstleistungen stetig zu.

Auch der stark fragmentierte Gebäudetechnik-Markt entwickelt sich weiter. Die Digitalisierung sowie strengere Gebäudevorschriften bezüglich Energieeffizienz eröffnen neue Wachstumsmöglichkeiten. Zudem erwarten Kunden eine höhere Professionalität in der Beratung, Planung und Abwicklung ihrer Projekte sowie im energieeffizienten und kostengünstigen Unterhalt von Gebäuden.

Die wachsende Komplexität und die Synergiepotenziale beim Bau von Netzwerkinfrastrukturen wie Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetzen der BKW Tochter Arnold bieten interessante Perspektiven. Den strategischen Ausbau dieser Kompetenzen treiben wir weiter zügig voran – 2017 grösstenteils akquisitorisch. Im vergangenen Jahr hat die BKW insgesamt 20 Firmen übernommen. Das Engineering-Geschäft wurde durch mehrere Akquisitionen in Deutschland, allen voran der Assmann Gruppe, sowie mit dem Erwerb der Grunder Gruppe und der Jermann Ingenieure und Geometer auch in der Schweiz weiter ausgebaut. Zudem erweiterte die BKW ihre geografische Präsenz als nationale Dienstleisterin im Bereich Gebäudetechnik und ist nun auch in der Westschweiz vertreten. Mit dem Erwerb der Hinni Gruppe, einer schweizweit führenden Dienstleisterin sowie System- und Produkteherstellerin im Bereich Siedlungswasser, wurde der Bereich Netzinfrastruktur-Dienstleistungen erneut spürbar ausgebaut.

Energiegeschäft auf die Zukunft ausrichten

Die BKW richtet sich auf die Veränderungen im internationalen Strommarkt aus. Europaweit werden grosse Kapazitäten von Sonnen- und Windenergie zugebaut. Diese sind wetterabhängig. Gleichzeitig erfolgt ein schrittweiser Rückbau von beschränkt steuerbaren Grundlastkraftwerken wie Kern- oder Kohlekraftanlagen. Damit verändert sich der Energiemarkt fundamental. Steuerbare und flexible Kraftwerke werden immer wichtiger, ebenso der Handel, der rasch auf Veränderungen reagieren kann. Die BKW richtet sich entsprechend darauf aus und nutzt die Chancen, die sich im volatilen Strommarkt bieten.

Um dem internationalen Preisdruck zu begegnen, reduziert die BKW die Betriebskosten in ihren bestehenden Kraftwerken weiter. Sie treibt die für Ende 2019 geplante Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg voran und hat zudem per Ende 2017 auch den langjährigen Bezugsvertrag für Energie aus dem französischen Kernkraftwerk Fessenheim aufgelöst. Die BKW passt sich damit konsequent den Gegebenheiten des Marktes an.

Des Weiteren baut die BKW ihre Kapazitäten im Bereich der Wind- und Wasserkraft aus. In Norwegen sind derzeit mehrere Windparks im Bau, die zwischen 2018 und 2020 ans Netz gehen werden, darunter das derzeit grösste Onshore-Windparkprojekt Europas mit einer installierten Leistung von 1’000 MW, an welchem die BKW beteiligt ist. In Frankreich hat die BKW 2017 drei neue Windparks gebaut und in Betrieb genommen. In der Schweiz konnte die Kleinwasserkraft weiter ausgebaut und zwei neue Kraftwerke fertiggestellt werden.

Ausblick

Das Energiegeschäft wird auch 2018 durch sinkende Strompreise belastet sein. Ein Grossteil dieser negativen Effekte sollte jedoch mit der professionellen Bewirtschaftung der Energieposition sowie unverändert konsequentem Kostenmanagement zu kompensieren sein. Beim Netzgeschäft sieht die BKW eine stabile Entwicklung mit unverändert positivem Beitrag zum Betriebsergebnis. Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts wird weiter fortgesetzt, sodass entsprechend ein erneut gesteigerter Beitrag zum operativen Betriebsergebnis resultieren wird.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die BKW deshalb wiederum ein gutes operatives Betriebsergebnis in der Bandbreite von 340-360 Mio. Franken. 

*Der Ausweis der Gesamtleistung wurde aufgrund der Veräusserung des Vertriebsgeschäfts in Italien angepasst. Gemäss den Richtlinien von IFRS 5 wird das Vertriebsgeschäft in Italien daher als «aufgegebener Geschäftsbereich» klassifiziert. Die Vorjahreswerte wurden ebenfalls entsprechend angepasst.

Ein Videointerview mit BKW CEO Suzanne Thoma zum Geschäftsjahr 2017 finden Sie unter diesem Link. Das Bildmaterial ist zur freien Verfügung.

Einen Kurzfilm zum Geschäftsjahr 2017 der BKW können Sie hier anschauen oder finden Sie auch über die Social-Media-Kanäle der BKW: Twitter und Facebook.

Als Netzwerk von Firmen, die ihre Kompetenzen den anderen Gesellschaften im Unternehmensverbund zur Verfügung stellen und umgekehrt von deren Kompetenzen profitieren können, ist uns das Thema Vernetzung wichtig. Im Lauf dieses Jahres produzieren wir eine Serie von Videoporträts, die das Thema Vernetzung aufgreifen. Es geht sowohl um Kunden als auch um Mitarbeitende. Es geht um möglicherweise zukünftige Kunden oder Geschäftspartner. Es geht um Energie, Vernetzung oder einfach Dienstleistungen, die gewünscht sind und die wir als BKW erbringen. Aber sehen Sie selber –  erfolgreich vernetzt, vernetzt erfolgreich: www.bkw.ch/vernetzt

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2017 finden Sie auf www.bkw.ch/gb2017 und im Downloadcenter.

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