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Neue Kostenstudie zur Stilllegung und Entsorgung des Kernkraftwerks Mühleberg liegt vor

Im Auftrag und nach strikten Vorgaben des STENFO hat die BKW in Zusammenarbeit mit swissnuclear eine neue Kostenschätzung für die Stilllegung und Entsorgung des Kernkraftwerks Mühleberg erarbeitet. Die geschätzten Kosten für die BKW betragen insgesamt 3.06 Mrd. CHF für den Nachbetrieb, die Stilllegung der Anlage sowie die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Die Mittel für die Stilllegung sind bereits heute in vollem Umfang vorhanden. Die neuen Schätzwerte führen bei der BKW zu keinen zusätzlichen Wertberichtigungen.  

Die BKW wird für die vollen Kosten der Stilllegung und Entsorgung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) aufkommen. Seit Inbetriebnahme der Anlage stellt die BKW die dafür notwendigen Mittel zurück und zahlt Gelder in die vom Bund überwachten Fonds zur Stilllegung und Entsorgung ein. Die Finanzierung des Stilllegungsprojekts ist bereits heute vollumfänglich sichergestellt. Die Bereitstellung der Mittel für die Entsorgungskosten läuft plangemäss über Rückstellungen sowie Einzahlungen in den Entsorgungsfonds.

Die Kostenstudie 2016 gewichtet mögliche Risiken nochmals stärker, wodurch sich die geschätzten Kosten neu auf 3.06 Mrd. CHF belaufen. Die Erhöhung um 9.4 Prozent ist hauptsächlich auf die vorsichtige Projektplanung und die höheren Risikozuschläge zurückzuführen sowie auf Änderungen und Verzögerungen in der Planung der geologischen Tiefenlager für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle.

Trotz der Zunahme der Gesamtkosten sind für die BKW keine zusätzlichen Wertberichtigungen notwendig. Hauptgrund dafür ist, dass insbesondere die Kosten für die Endlagerung zeitlich deutlich später anfallen werden, als noch in der letzten Kostenstudie angenommen. Durch die längere Anlagezeit ergibt sich ein wesentlich höherer Finanzertrag aus dem Entsorgungsfonds.

Da der Stilllegungsfonds für das KKM bereits vollständig geäufnet ist, entfallen ab 2017 für die BKW die Fondsbeiträge für den Stilllegungsfonds. Die Kosten für den Nachbetrieb des bereits laufenden Stilllegungsprojekts werden direkt von der BKW bezahlt und sind voll zurückgestellt. In den Entsorgungsfonds des KKM wird die BKW weiterhin rund 18 Mio. CHF jährlich einzahlen.

Die Kostenschätzung ist von der Kommission der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds als Basis für die Festlegung der provisorischen Beiträge akzeptiert worden. Sie wird nun durch unabhängige Kostenexperten und das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI geprüft. Die definitive Veranlagung ist bis Mitte 2018 zu erwarten.

Mit der Kostenstudie 2016 sieht sich die BKW in ihrer vorausschauenden und sorgfältigen Planung der Stilllegung und Entsorgung des KKM bestätigt. Auch mit höheren Risikozuschlägen läuft die Bereitstellung der Mittel für die Entsorgung nach Plan. Die Finanzierung der Stilllegung ist bereits heute vollständig sichergestellt.

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