Globale Handlungen lokal spürbar

Die Preise an den Stromterminmärkten sind derzeit Spielball ihrer relevanten Preistreiber Öl, Kohle, Gas und der Emissionszertifikate.

Der Ölmarkt entwickelt sich zurzeit neutral. Förderbeschränkungen seitens OPEC und einiger weiterer Länder werden ausgeglichen durch die zunehmende Förderung aus US-Bohrlöchern.

Das Preisniveau für Kohle wird von unseren Analysten derzeit als fair eingeschätzt. Die Preise sind allerdings abhängig von den Bemühungen der chinesischen Regierung, die Produktion und den Verbrauch von Kohle einzuschränken.

Die gesunkenen Preise auf Gas wurden aufgrund der langsam steigenden Temperaturen von unseren Analysten so erwartet. Aufgrund der tiefen Speicherstände besteht im Sommer allerdings noch Aufwärtspotenzial.

Sehr volatil haben sich die Emissionszertifikate gezeigt. Eine vorläufige Einigung auf EU-Ebene zur Reformierung des Zertifikatehandels hat die Preise kurzzeitig deutlich gestützt. Höhere Preise auch in Zukunft würden also nicht überraschen.

Was bedeutet dies demnach für den Strommarkt? Bis Mitte des Jahres ist eine neutrale bis leicht sinkende Preisentwicklung wahrscheinlich. Längerfristig besteht aber auch Aufwärtspotenzial. Tendenziell sollte der Unterschied zwischen Schweiz und Deutschland wieder grösser werden, da der Länderspread (sogenannte Nordgrenze) im langjährigen Vergleich momentan mit rund 4 €/MWh auf dem Kalenderjahr recht tief ist.

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