Intelligente Kommunikationssysteme

Generell werden Netze, auch elektrische Energieversorgungsnetze, auf die mögliche Höchstbelastung ausgelegt. Da unregelmässig produzierende Wind- oder Fotovoltaikanlagen oft in die unteren Netzebenen einspeisen, stossen nicht ausreichend ausgebaute Netze schnell an ihre Grenzen. Der klassische Netzausbau ist jedoch teuer. Es gibt eine schlaue Alternative: Statt das Netz auf Maximallasten auszulegen, setzt das intelligente Stromnetz, das Smart Grid, auf eine Harmonisierung von Stromproduktion, -speicherung und -verbrauch, um die Schwankungen auszugleichen. Wurde bisher der Strom rein nach Nachfrage produziert, soll sich der Verbrauch in Zukunft vermehrt nach dem Angebot richten. Dazu sind intelligente Kommunikationssysteme nötig, welche Stromerzeugung und -verbrauch in Echtzeit erfassen, visualisieren und regulieren.

Unser Netz wird schlau

Wir haben bereits verschiedene smarte Netzelemente im Einsatz und entwickeln diese stetig weiter. Dazu gehören ein regelbarer Ortsnetztransformator (RONT) und Längsregler zur Spannungsstabilisierung, ein echtzeitbasiertes System zum Management des Niederspannungsnetzes oder eine dynamische Rundsteuerung. Um die smarten Netzkomponenten in der Praxis zu testen, haben wir mit den Kantonen Bern und Jura den Swiss Energypark ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, im Berner Jura neue Forschungsprojekte im Energiebereich zu testen und damit innovative Lösungen für die Energiezukunft der Schweiz zu finden.

Zudem engagiert sich die BKW im 2011 gegründeten Verein Smart Grid Schweiz (VSGS). Der VSGS bündelt die Aktivitäten von 13 Schweizer Elektrizitätsunternehmen und engagiert sich für die Förderung einer gemeinsamen Schweizerischen Smart-Grid-Lösung. Dies um die Zusammenarbeit und Kompatibilität von Smart-Grid-Geräten und -Systemen über einen offenen, herstellerunabhängigen Branchenstandard sicherzustellen.

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