«Wir automatisieren viele Abläufe und erhöhen so den Komfort.»

ceed ist im Aufbau unseres Dienstleistungsgeschäfts ein innovativer Baustein. Wir haben in Solothurn mit dem Geschäftsführer Jonas Oesch über Innovationen im Gebäude gesprochen

Wer ist ceed?

Wir sind ein Unternehmen, das sich auf die Automatisierung von Gebäuden spezialisiert hat. Uns gibt es seit 13 Jahren. Früher hiessen wir Smart-Home, ehe sich vor zwei Jahren ceed als Spin-Off selbstständig gemacht hat und anschliessend zur BKW Gruppe gestossen ist. Heute sind wir ein Team von neun Mitarbeitenden. Es ist unser Ziel, unserer Kundschaft auf einfache Weise die Kontrolle ihrer Gebäudetechnik zu ermöglichen. Wir automatisieren viele Abläufe, wodurch die Kundschaft im Haus mehr Komfort hat und sich weniger mit der Technologie beschäftigen muss. 

Wer ist ein typischer Kunde?

Im Luxussegment haben wir es oft mit internationalen Kunden zu tun, die in der Schweiz ein Ferienhaus bauen. Oftmals begleiten wir die Kundschaft auch bei weiteren Bauprojekten im nahen Ausland - in Frankreich, Deutschland oder Italien.

Was wünschen sich diese Kunden?

Komfort. Das bieten wir ihnen einerseits mit der Automatisierung und andererseits mit einer zentralen Steuerung. Das Herzstück ist dabei unsere ceed App, mit welcher sich eine Vielzahl von Funktionen und Systeme auf einer einfachen Oberfläche steuern lassen. Der Kunde kann also mit einer einzigen App die Temperatur in jedem Zimmer ändern, das Licht, die Beschattung oder die Musik aktivieren, den Fernseher bedienen, die Alarmanlage steuern und vieles mehr. 

Bieten Sie also ein Basispaket an?

Wir bieten von Konzeption über Integration bis zu Wartung und Betrieb alles an. Ein Basispaket gibt es aber nicht, da sich die Bedürfnisse und der Bau bei jedem Projekt wesentlich unterscheiden. Wir sehen in der individuellen Bedarfsanalyse den Schlüsselfaktor zur nachhaltigen Zufriedenheit unserer Kunden. Dadurch hat sich ceed zur ersten Anlaufstelle in Sachen Gebäudeautomation entwickelt.

Kann sich der einfache Mann Ihre Dienstleistungen fürs Eigenheim überhaupt leisten?

Unsere Firma ist auf den Luxusmarkt ausgerichtet. Durchschnittliche Einfamilienhäuser oder Überbauungen setzten durch die meist tieferen Budgets auf standardisierte Produkte. Momentan sehen wir unsere Dienstleistungen noch nicht im Massenmarkt.

Sie sagen "noch" nicht – gibt es Bestrebungen in diese Richtung?

Ja, die gibt es durchaus. Wir sehen zwei Vertriebskanäle, wie die Lösungen von ceed im Premium- oder Massenmarkt Fuss fassen können: Entweder man entwickelt ein «do-it-yourself»-Produkt, vertreibt es über einen Retailer und überlässt dem Kunden Konfiguration und Inbetriebnahme. Oder man reduziert die Komplexität und die Entwicklungskosten und ermöglicht so einem bestehenden Vertriebsnetz von Elektrodienstleistern ihr Portfolio zusammen mit ceed zu erweitern und ihren Kunden ganzheitliche Lösungen anzubieten. Wir haben bewusst auf die Partnerschaft mit der BKW Gruppe gesetzt, um diese Synergie zu nutzen. 

Gibt es grosse Konkurrenten?

Die Giganten aus dem Silicon Valley werden den Gebäudeautomationsmarkt aufmischen. Davor fürchten wir uns jedoch nicht, da wir darin die Chance erkennen, Bauherren oder Investoren auf intelligentes Wohnen aufmerksam zu machen. Meist können diese «Regalprodukte» die Bedürfnisse des Bauherrn nur bedingt abdecken und sind schlecht skalierbar. Genau da kommen wir ins Spiel. 

ceed ist vielen noch vielen unbekannt. Wie kommen Sie an Ihre Kunden?

Wir machen nahezu keine Werbung. ceed lebt von Mund-zu-Mund-Propaganda. Architekten, Ingenieure und unsere Kunden tauschen sich aus. Sind diese mit unserer Leistung zufrieden, empfehlen sie Dritten, auf uns zu zukommen. 

Was wird Ihr nächster Wurf?

Viel darf ich dazu noch nicht sagen, aber wir arbeiten an einem Unikum, einem digitalen Kunstprojekt. 

 

 

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