BKW erneut mit Rekordergebnis

Geschäftszahlen 2020 der BKW AG

Die BKW Gruppe hat trotz schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Rekordergebnis des Vorjahres nochmals übertroffen: Im Geschäftsjahr 2020 stieg ihr Umsatz um 9 Prozent auf 3,1 Mrd. Franken. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 10 Prozent auf 475 Mio. Franken. Der operative Reingewinn nahm um 22 Prozent auf 349 Mio. Franken zu. Und auch beim operativen Cashflow konnte die BKW um 24 Prozent zulegen. Mit 662 Mio. Franken ist er so hoch wie noch nie. Dieses hervorragende Ergebnis bestätigt die Strategie der BKW, die auf umfassende Lösungen in den Bereichen Infrastruktur, Gebäude und Energie setzt.

 

Mio. CHF  

 2019 

 2020 

 

Umsatz 

2'867

3'129

+9%

Operativer Gewinn (EBIT)

433

475

+10%

Operativer Reingewinn*

285

349

+22%

Operativer Cashflow 

533

662

+24%

* Vor staatlichen Fonds für die Stilllegung und Entsorgung

Die BKW blickt erneut auf ein hervorragendes Geschäftsjahr zurück: Umsatz, EBIT, operativer Reingewinn und Cashflow sind gegenüber einem sehr erfolgreichen Vorjahr nochmals gestiegen. Obwohl die Produktion des Ende 2019 abgeschalteten Kernkraftwerks Mühleberg wegfiel, konnte die BKW den Umsatz auf 3,1 Mrd. Franken steigern (+9%) – vor allem aufgrund des Wachstums im Dienstleistungsgeschäft. Der ausgewiesene EBIT beträgt 475 Mio. Franken (+10%). Selbst bereinigt um den Einmaleffekt durch die Entschädigung der Swissgrid für das frühere BKW Übertragungsnetz, liegt er mit 436 Mio. Franken über dem Rekordwert des Vorjahrs. Die BKW hat damit die bereits zum Halbjahr 2020 angehobene Guidance von 400 bis 420 Mio. Franken klar übertroffen. Im zweiten Semester ist einerseits das Handelsergebnis überzeugend ausgefallen. Anderseits hat das Dienstleistungsgeschäft an Fahrt gewonnen.

Auch bei den weiteren Finanzkennzahlen liegt die BKW über den Erwartungen: Mit 662 Mio. Franken (+24%) ist der operative Cashflow so hoch wie noch nie in der Geschichte der BKW AG. Der operative Reingewinn hat auf 349 Mio. Franken zugenommen (+22%). Die Performance der staatlichen Fonds für die Stilllegung und Entsorgung lag 2020 über der gesetzlich vorgegebenen Rendite. Der ausgewiesene Reingewinn beträgt 382 Mio. Franken. Der Unternehmenswert (Börsenwert) der BKW hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht und liegt nun deutlich über 5 Mrd. Franken.

Aufgrund des sehr erfolgreichen Jahresergebnisses und der weiterhin positiven Aussichten schlägt die BKW der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende von 2.20 auf 2.40 Franken pro Aktie vor. 

Trotz Corona wächst das Dienstleistungsgeschäft

Besonders erfreulich ist das Ergebnis im Dienstleistungsbereich. Der Umsatz hat um gut 30 Prozent zugelegt, was primär auf Akquisitionen im Herbst 2019 zurückzuführen ist. Trotz der Corona-Pandemie, die vor allem im ersten Halbjahr die Produktivität beeinträchtigte, erreichte das Dienstleistungsgeschäft einen EBIT von 84 Mio. Franken, was einer Steigerung um 17 Prozent entspricht.

Das Dienstleistungsgeschäft ist zunehmend technologie- und datengetrieben. Daher wird sich die BKW als führende Anbieterin im digitalen Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastrukturen etablieren. Die durchgehende Anwendung der BIM-Methode (Building Information Modeling) ermöglicht diese Vernetzung von Planung, Ausführung und Bewirtschaftung und damit die Digitalisierung der Bauwirtschaft. Sie setzt sich in der Wertschöpfungskette der Bauindustrie zunehmend durch. Die BKW hat ein BIM Competence Center gegründet, um das Know-how der ganzen Gruppe zu bündeln und für ihre Kundinnen und Kunden Mehrwert zu schaffen. Alle Firmen der Gruppe sowie ihre Kunden profitieren von den Systemen und Leistungen des Kompetenzzentrums.

Aufgrund der Abschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg sank der Umsatz des Energiegeschäfts um 11 Prozent. Die Tatsache, dass der EBIT dagegen nur vier Prozent nachgab, bestätigt die ökonomische Richtigkeit des Stilllegungsentscheids. Die Arbeiten für die Stilllegung und den Rückbau verlaufen plangemäss. Der Handel hat wiederum ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielt, auch wenn es leicht unter dem Rekordergebnis von 2019 liegt.

Das Betriebsergebnis des Netzes entwickelte sich stabil. Der Anstieg bei Umsatz und EBIT ist fast ausschliesslich auf die Swissgrid-Sonderzahlung über 39 Mio. Franken zurückzuführen. Es handelt sich dabei um die letzte Tranche der gerichtlich erstrittenen Entschädigung für das frühere BKW Übertragungsnetz, das 2013 per Enteignung an die Swissgrid überging. Auf die Netze kommen grosse Herausforderungen zu, in der Schweiz und in ganz Europa. Aufgrund der Marktöffnung sowie der Energiewende mit zunehmend dezentralen Einspeisungen überprüft die BKW daher die Aufstellung ihres Verteilnetzes. Sie entwickelt innovative Lösungen, um diese Herausforderungen zu meistern und die Netze für die neue Energiewelt vorzubereiten.

BKW setzt konsequent auf Nachhaltigkeit

Weiter gestärkt durch das sehr gute Jahresergebnis 2020, ist die BKW hervorragend aufgestellt für kommende Herausforderungen. Markt und Gesellschaft verlangen neue Lösungen zur Erreichung der Klimaziele. Um massgeblich zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, betrachtet die BKW ihre Marktsegmente Infrastruktur, Gebäude und Energie als Ganzes und baut ihre Kompetenzen laufend aus. Sie tut dies als leistungsstarke Unternehmensgruppe, die vernetzt zusammenarbeitet und ein wachsendes Kundenbedürfnis nach innovativen Produkten und Dienstleistungen erfüllt. Gemäss ihren Werten unternehmerisch, partnerschaftlich und zukunftsweisend schafft sie die Grundlage für Lebensräume mit Zukunft. Sie bringt ihre jahrzehntelange Erfahrung, ihr technologisches Know-how und ihre umfassenden Kompetenzen zusammen. Die Ambition der BKW ist es, wesentlich zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen – um Wohlstand und Umwelt im Gleichgewicht zu halten.

Deshalb bekennt sie sich zu den Prinzipien des UN Global Compact und zu den Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der UN Agenda 2030. Mit Blick auf ihre vielfältige Geschäftstätigkeit fokussiert die BKW auf zehn dieser 17 SDGs, bei denen sie am meisten Wirkung erzielen kann.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die BKW einen gegenüber 2020 ähnlichen operativen Gewinn (EBIT) in der Bandbreite von 420 bis 440 Mio. Franken. Dieser Ausblick spiegelt einerseits die steigenden Strompreise und ein weiteres profitables Wachstum des Dienstleistungsbereichs wider. Andererseits ist ihm ein normalisiertes Handelsergebnis unterlegt. Die coronabedingten Unsicherheiten bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung bleiben jedoch weiterhin bestehen und können die Prognosen massgeblich beeinflussen. Wie im Geschäftsjahr 2020 wird die robuste Aufstellung der BKW diesbezüglich auch 2021 von Vorteil sein.

Änderungen im Verwaltungsrat

Die BKW schlägt der Generalversammlung vom 7. Mai 2021 Prof. Dr. Petra Denk als neues Mitglied des Verwaltungsrats vor. Sie soll Urs Gasche ersetzen, der auf dieses Datum hin seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärt hat (siehe Medienmitteilung). Die promovierte Physikerin ist seit 2009 Dozentin für Energie- und Betriebswirtschaft an der Hochschule Landshut und seit 2012 Geschäftsführerin des Instituts für Systemische Energieberatung GmbH an derselben Hochschule. Zuvor war sie 8 Jahre lang für den Energiekonzern E.ON Energie AG tätig, zuletzt als Bereichsleiterin Mergers & Acquisition.  

Ein Videointerview mit BKW CEO Suzanne Thoma zum Geschäftsjahr 2020 finden Sie hier

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2020 finden Sie auf www.bkw.ch/gb20.

Die in diesem Text geäusserten Erwartungen und vorausschauenden Aussagen beruhen auf Annahmen und sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den in diesem Text geäusserten Erwartungen und vorausschauenden Aussagen abweichen. Dieser Text erscheint in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache. Massgebend ist die deutsche Version.