Über BKW
{ "title": "default", "collapse": "firstIn" }

Im Jahr 2016 hat das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) 2964 Mio. kWh elektrische Energie produziert. Zudem wurden die vom eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI geforderten Nachrüstungen für den Betrieb bis Ende 2019 abgeschlossen.

2016 war durch einen sicheren und zuverlässigen Betrieb gekennzeichnet. Die Verfügbarkeit von 92.9 Prozent belegt dies. Mit 2964 Mio. kWh elektrischer Energie hat das KKM rund 5 Prozent zur gesamtschweizerischen Stromproduktion beigetragen. 

Von Mai bis zur Jahresrevision im August wurde das KKM mit einer brennstoffschonenden Fahrweise betrieben, was zu einer Minderproduktion von 4.5 Volllasttagen führte. Grund dafür war ein leicht beschädigtes Hüllrohr eines Brennstabs. Das entsprechende Brennelement wurde während der Revision ausgetauscht. Die Anlage wurde jederzeit sicher betrieben.

Per Ende 2016 wurden die im Dezember 2015 vom ENSI geforderten Nachrüstungen für den Betrieb bis Ende 2019 abgeschlossen. Die Sicherheit für die Bevölkerung, die Umwelt und die Belegschaft steht auch in Zukunft an erster Stelle.

Infobox

Der Reaktorkern des KKM besteht aus 240 Brennelementen, die je aus 92 Brennstäben bestehen. Die Brennstäbe enthalten Uran-Pellets, die von einem Hüllrohr umgeben sind.

 

 

Das KKM hat verschiedene Forderungen des Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI fristgerecht erfüllt. Sie stehen im Zusammenhang mit verschiedenen Stellungnahmen bzw. Verfügungen des ENSI. 

Gefährdungsanalysen zu extremen Wetterbedingungen (20.10.2016)

Das KKM musste nachweisen, dass es gegen extreme Wetterbedingungen ausreichend geschützt ist. In seiner Beurteilung der Nachweise kommt das ENSI zum Schluss, dass das KKM hohe Sicherheitsmargen gegen extreme Wetterbedingungen aufweist. Trotzdem hat das ENSI höhere Margen verlangt und dem KKM zwei Forderungen gestellt. Diese hat das KKM fristgerecht bis zum 31. Dezember 2016 umgesetzt.

Forderung 1 (instantane Gefährdung)

Das KKM hat bis zum 31. Dezember 2016 regelmässige Inspektionen der Dachentwässerungsleitungen der sicherheitsrelevanten Gebäude in die Betriebsdokumentation aufzunehmen.

Forderung 2 (langfristige Gefährdung)

Das KKM hat bis zum 31. Dezember 2016 die minimal und maximal zulässige Wassertemperatur der Aare, bei welcher die Anlage abzufahren ist, in die Betriebsdokumentation neu aufzunehmen, so dass der kalt-abgestellte Zustand mindestens 72 Stunden über die Notstandskühlwasserversorgung sichergestellt werden kann.

Weitere Informationen:

Verfügung im Hinblick auf den Weiterbetrieb des KKM bis Ende des Jahres 2019 (3.12.2015)

Am 3. Dezember 2015 hat das ENSI dem KKM eine Verfügung mit 5 Forderungen für einen Weiterbetrieb bis 2019 ausgestellt. Fristgerecht per 31. Dezember 2016 wurde die geforderte Brennelementbecken-Notfallkühlung nachgerüstet:

Forderung 4: Das KKM hat die geplante Brennelementbecken-Notfallkühlung bis zum Ende des Jahres 2016 nachzurüsten. Die Brennelementbecken-Notfallkühlung ist bis 31. Dezember 2020 zu einem Sicherheitssystem umzubauen.

Somit sind alle in dieser Verfügung geforderten Nachrüstungen mit Termin vor der Endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebs umgesetzt.

Weitere Informationen:

Stellungnahme des ENSI zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Mühleberg 2010 der BKW zugestellt (12.12.2013)

Als Inhaber einer Betriebsbewilligung für ein Kernkraftwerk muss das KKM alle zehn Jahre eine umfassende Sicherheitsüberprüfung – die Periodische Sicherheitsüberprüfung PSÜ – durchführen. Ziel ist die ganzheitliche sicherheitstechnische Beurteilung des Kernkraftwerks durch den Betreiber.

Das ENSI hat im Dezember 2013 zur PSÜ Stellung genommen und in diesem Rahmen 26 Forderungen gestellt. Zwei weitere davon hat das KKM per 31. Dezember 2016 bearbeitet: 

Forderung 7.4-1: Bis zum 31. Dezember 2016 sind die in der Aktionsliste aufgeführten Verbesserungs-punkte zur Stufe-2-PSA für die Bewertung des Volllastbetriebs umzusetzen und das PSA-Modell inklusive zugehöriger Dokumentation dem ENSI einzureichen. Ferner ist zu jedem in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkt schriftlich darzulegen, wie dieser im neuen Modell beziehungsweise in der neuen Dokumentation umgesetzt wurde.

Forderung 7.5-1: Bis zum 31. Dezember 2016 sind die in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkte zur Stufe-1-PSA für die Bewertung des Stillstands umzusetzen und das PSA-Modell inklusive zugehöriger Dokumentation dem ENSI einzureichen. Ferner ist zu jedem in der Aktionsliste festge-haltenen Verbesserungspunkt schriftlich darzulegen, wie dieser im neuen Modell bzw. in der neuen Do-kumentation umgesetzt wurde.

Weitere Informationen:

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat am 26.5.2016 den Betreibern neue Erdbebengefährdungsannahmen (ENSI-2015) verfügt. Das KKM hat die deterministische Störfallanalyse und die probabilistische Sicherheitsanalyse neu durchzuführen und die Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage und insbesondere auf das Risiko zu bewerten. 

Die Nachweise sind zeitlich gestaffelt zu erbringen. Das KKM hat das geforderte Konzept zu den erbringenden Nachweisen erstellt und fristgerecht beim ENSI eingereicht. 

Weitere Informationen:


Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI kommt zum Schluss, dass das KKM hohe Sicherheitsmargen gegen extreme Wetterbedingungen besitzt. Trotzdem verlangt das ENSI höhere Margen und stellt  dem KKM zwei Forderungen:

Forderung 1 (instantane Gefährdung)

Das KKM hat bis zum 31. Dezember 2016 regelmässige Inspektionen der Dachentwässerungsleitungen der sicherheitsrelevanten Gebäude in die Betriebsdokumentation aufzunehmen.

Forderung 2 (langfristige Gefährdung)

Das KKM hat bis zum 31. Dezember 2016 die minimal und maximal zulässige Wassertemperatur der Aare, bei welcher die Anlage abzufahren ist, in die Betriebsdokumentation neu aufzunehmen, so dass der kalt-abgestellte Zustand mindestens 72 Stunden über die Notstandskühlwasserversorgung (Abfahrpfad 2) sichergestellt werden kann.

Das KKM wird die Forderungen fristgerecht umsetzen. 

Weitere Informationen:

Wie die Zwischenlager Würenlingen AG (Zwilag) am 17.10.2016 mitgeteilt hat, sind die hochaktiven Abfälle aus der Wiederaufbereitung von ausgedienten Brennelementen aus Sellafield (GB) in der Zwilag angekommen. Die Abfälle sind in speziellen Transportbehältern angeliefert und in der Zwilag nach den Eingangskontrollen eingelagert worden. Für das Kernkraftwerk Mühleberg war es der letzte Transport aus der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield.

Seit Juli 2006 besteht ein Moratorium in der Schweiz für die Wiederaufbereitung von ausgedienten Brennelementen. Seither werden ausgediente Brennelemente nach dem Abklingen direkt vom Kernkraftwerk in die Zwilag transportiert und zwischengelagert. Das in diesem Transport zurückgeholte Material wurde vor dem Moratorium nach Sellafield abtransportiert.

Die Einlagerungsarbeiten in der Zwilag stehen unter Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI).

Weitere Informationen:
Medienmitteilung der Zwilag

Das KKM hat nach der Jahresrevision die Stromproduktion wieder aufgenommen. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat dem Wiederanfahren zugestimmt. Die Revisionsarbeiten waren seit dem 13. August 2016 im Gang. Über 600 zusätzliche Fachkräfte haben die KKM-Mitarbeitenden dabei unterstützt.

Alle Arbeiten verliefen erfolgreich. Wie geplant wurden 32 der 240 Brennelemente ausgetauscht sowie umfangreiche präventive Instandhaltungsarbeiten und Prüfungen an Komponenten und Systemen durchgeführt. Das ENSI führte zudem zahlreiche Inspektionen durch.

Betreffend Kernmantel werden die vom ENSI festgelegten Grenzwerte, die das KKM für einen sicheren Betrieb einzuhalten hat, weiterhin mit grosser Marge unterschritten. Die diesjährige Prüfung zeigt keine Veränderung gegenüber den vorjährigen Resultaten. Weiterführende Informationen zum Kernmantel und den Untersuchungsergebnissen finden Sie hier:www.bkw.ch/kernmantel.

Nebst Prüfung und Bewertung des Kernmantels wurden zwei weitere ENSI-Forderungen erfüllt: Eine Schutzfunktion gegen interne Überflutung im Reaktorgebäude wurde erweitert und eine zusätzliche Möglichkeit, Wasser zur Notkühlung in den Reaktor einzuspeisen, nachgerüstet. Das ENSI hatte diese Forderungen im Dezember 2015 im Hinblick auf den Weiterbetrieb bis Ende 2019 verfügt. Mit dem Abschluss der Revision beginnt der 44. Betriebszyklus des KKM.

Weitere Informationen zu den Nachrüstungen finden Sie hier:www.bkw.ch/kernkraft und blog.bkw.ch

Heute hat die rund vierwöchige Jahresrevision 2016 im Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) begonnen. Interne und externe Fachkräfte führen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durch. Zudem wird eine weitere Möglichkeit zur Noteinspeisung von Wasser in den Reaktor fertiggestellt.

Nebst dem Austausch von 32 der 240 Brennelemente werden umfangreiche Prüfungen innerhalb und ausserhalb des Reaktordruckbehälters durchgeführt. Dazu gehört auch die jährliche Untersuchung des Kernmantels. Im elektrischen und mechanischen Bereich finden präventive Instandhaltungsarbeiten statt und Komponenten, Armaturen sowie Systeme werden turnusgemäss auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft.

In der Jahresrevision werden verschiedene ENSI-Forderungen umgesetzt. Diese beziehen sich darauf, den Kernmantel zu untersuchen und zu bewerten, eine Schutzfunktion gegenüber interner Überflutung im Reaktorgebäude zu erweitern sowie auf eine zusätzliche Möglichkeit, Wasser zur Notkühlung in den Reaktor einzuspeisen.

Die Mitarbeitenden des KKM werden während der Revision durch externe Fachkräfte unterstützt. Das ENSI wird zudem zahlreiche Inspektionen durchführen. 

Die anfangs September 2015 gestarteten Bauarbeiten der zwei Hallen auf dem Gelände des KKM sind wie geplant Ende Juni 2016 abgeschlossen worden. 

Die eine Halle nutzt das KKM, um Behälter mit schwach- und mittelaktiven Abfällen für den Abtransport bereitzustellen. Dadurch kann das KKM die Transporte witterungsunabhängig durchführen. Die zweite Halle dient als neues zentrales Materiallager während des laufenden Betriebs. Beide Hallen können später für Rückbauarbeiten weiterverwendet werden.

Halle zur Vorbereitung der schwach- und mittelaktiven Abfälle für den Abtransport.
Halle des neuen zentralen Materiallagers.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat die von den Schweizer Kernkraftwerksbetreibern Ende 2013 eingereichte Erdbebengefährdungsstudie Pegasos Refinement Project (PRP) überprüft. Das ENSI verfügt den Kernkraftwerksbetreibern die "Erbebengefährdungsannahmen ENSI-2015". In den nächsten Jahren werden die Werke ihre Sicherheitsnachweise entsprechend den neuen Annahmen aktualisieren. 

Erdbebengefährdungsannahmen geben an, mit welcher Häufigkeit Erdbeben mit unterschiedlicher Stärke zu erwarten sind und wie stark die Erschütterungen am Kraftwerksstandort für die entsprechende Erdbebenstärke sein werden. Allfälliger Nachrüstbedarf entsteht, wenn die Sicherheitsmarge für Gebäude, Systeme und Komponenten aufgrund der neuen Berechnungen nicht ausreichend wäre, um ein Erdbeben zu überstehen, wie es alle 10'000 Jahre vorkommen kann.

Das KKM wird die Forderungen fristgerecht erfüllen.


Weitere Informationen

Heute beginnt die öffentliche Auflage des Stilllegungsgesuchs für das Kernkraftwerk Mühleberg. Die BKW hat das Gesuch am 18. Dezember 2015 beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation eingereicht. Nachdem die Behörden die Vollständigkeitsprüfung abgeschlossen haben, liegen die Unterlagen nun während eines Monats bei der Gemeinde Mühleberg auf. Ausserdem sind sie auf den Webseiten der BKW und des Bundesamts für Energie elektronisch zugänglich.

Das schweizweit erste Stilllegungsgesuch für ein Kernkraftwerk beinhaltet neben den rechtlichen Anträgen den Hauptbericht sowie drei Teilberichte. Im Hauptbericht – dem Stilllegungsprojekt – zeigt die BKW auf, dass sie alle rechtlichen Anforderungen für die Anordnung der Stilllegung durch die Behörde erfüllt. Darin ist unter anderem der Ablauf der Stilllegung beschrieben: von der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebs am 20. Dezember 2019 bis ins Jahr 2031, wenn die Behörden bestätigen, dass auf dem Areal keine radiologischen Gefahrenquellen mehr festzustellen sind und dieses für eine neue Nutzung freigeben. Auch der Umgang mit dem anfallenden Material und den radioaktiven Abfällen ist im Stilllegungsprojekt dargelegt. Ebenso werden die Sicherheitsmassnahmen, die Organisationsstruktur und die Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung, für welche die BKW vollumfänglich aufkommt, im Hauptbericht behandelt.

Zu den drei Teilberichten gehört der Bericht zu Störfallbetrachtungen und Notfallschutzmassnahmen. Er zeigt auf, dass alle Störfälle, die im Zusammenhang mit der Stilllegung auftreten könnten, dank der getroffenen Schutzmassnahmen beherrscht werden können. Im Umweltverträglichkeitsbericht werden die nicht nuklearen Auswirkungen der Stilllegungsarbeiten auf die Umwelt behandelt. Der Bericht zur Sicherung legt dar, welche Vorkehrungen während der Stilllegung getroffen werden, um das Kernkraftwerk Mühleberg vor unbefugten Einwirkungen von innen und aussen zu schützen.

Die nun aufgelegten Unterlagen haben übergeordneten und konzeptionellen Charakter. Sie erlauben den Behörden festzustellen, dass das geplante Vorgehen zur Stilllegung gesetzeskonform und sicher ist. Zudem können diese entscheiden, welche Arbeiten durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI freigegeben werden müssen.

Die BKW treibt die weitere Planung der Stilllegung zügig voran. Für die freigabepflichtigen Konzepte, welche die einzelnen Arbeiten der Stilllegung im Detail beschreiben, reicht sie zu einem späteren Zeitpunkt weitere umfangreiche Unterlagen beim ENSI ein.

Das Stilllegungsgesuch ist vom 4. April bis zum 3. Mai bei der Bauverwaltung der Gemeinde Mühleberg aufgelegt und kann während den Öffnungszeiten eingesehen werden.

Ebenso ist es auf der Webseite der BKW und des Bundesamts für Energie elektronisch zugänglich. Weitere Informationen zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg finden Sie in dieser Broschüre sowie im Internet.

Die BKW hat Ende Februar dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI fristgerecht mitgeteilt, dass sie am 20. Dezember 2019 den Leistungsbetrieb des Kernkraftwerks Mühleberg endgültig einstellen wird. Ab diesem Datum wird im Kernkraftwerk kein Strom mehr produziert. Dies unter der Voraussetzung, dass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen für einen verzugslosen Rückbau vorliegen. 

Damit erfüllt die BKW eine Forderung des ENSI vom Dezember 2015 im Hinblick auf die geplante Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg. Nach der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebs am 20. Dezember 2019 soll die Vorbereitung des Rückbaus mit der Etablierung des technischen Nachbetriebs sowie vorbereitenden Massnahmen verzugslos beginnen. Voraussetzung dafür ist das Vorliegen der rechtskräftigen Stilllegungsverfügung sowie der erforderlichen Freigaben des ENSI. 

Die Etablierung des technischen Nachbetriebs ist abgeschlossen, wenn sich alle Brennelemente im Brennelementlagerbecken befinden und das Becken unabhängig 

von anderen Systemen gekühlt wird. Gemäss dem aktuellen Planungsstand werden diese Arbeiten mindestens neun Monate dauern. Mit deren Abschluss erfolgt die endgültige Ausserbetriebnahme des Kernkraftwerks Mühleberg. Diese findet somit frühestens Ende September 2020 statt. Auch dieses Datum hat die BKW gemäss der Forderung vom Dezember 2015 fristgerecht dem ENSI kommuniziert. 

Die Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg ist ein Grossprojekt. Die BKW ist schweizweit das erste Unternehmen, das einen Leistungsreaktor stilllegt. Das Stilllegungsgesuch für das Kernkraftwerk Mühleberg hat die BKW im Dezember 2015 beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation eingereicht. Die Unterlagen werden voraussichtlich ab Anfang April während eines Monats öffentlich aufgelegt. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die lokale Bevölkerung an Informationsveranstaltungen und die Öffentlichkeit via Medien ausführlich über die Inhalte informiert. 


Endgültige Einstellung des Leistungsbetriebs 

Als «Endgültige Einstellung des Leistungsbetriebs» wird der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem ein Kernkraftwerk vom Netz genommen wird und keinen Strom mehr produziert. 

Endgültige Ausserbetriebnahme 

Als «Endgültige Ausserbetriebnahme» wird der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem das Kernkraftwerk für den Nachbetrieb bereit ist. Beim Kernkraftwerk Mühleberg ist dies der Zeitpunkt, ab dem sich alle Brennelemente im Brennelementlagerbecken befinden und dieses unabhängig von anderen Systemen gekühlt wird. 

Bis April 2016 werden Massnahmen zur Verbesserung der Löschwasserrückhaltung ausserhalb der kontrollierten Zone umgesetzt. Für die kontrollierte Zone des KKM sind keine Massnahmen nötig, weil das Löschwasser bereits ausreichend aufgefangen wird.

Das zum Löschen eines Brandes benutzte Wasser muss aufgefangen werden, damit der Untergrund und die Aare nicht mit potentiell belastetem Löschwasser verunreinigt werden. Die baulichen und technischen Massnahmen ermöglichen die Rückhaltung des Löschwassers sowie seine anschliessende kontrollierte Entsorgung. Dazu werden beispielsweise bestehende Schächte zu Entnahmestellen ausgebaut, Regenwasserleitungen umgelegt und neu gebaut und zusätzliche Pumpen und Absperrschieber installiert sowie mobile Reservoirs beschafft. 

Mit diesen Massnahmen wird die Forderung 5.8-1 aus der sicherheitstechnischen Stellungnahme des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des KKM erfüllt. 

Im Jahr 2015 hat das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) 2'940 Mio. kWh elektrische Energie produziert. Die höhere Temperatur der Aare im Sommer hat zu einem Produktionsrückgang von 2.5 Volllasttagen (23.6 Mio. kWh) geführt.

Dank den kontinuierlichen Massnahmen in die Erhöhung der Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage wurde das KKM 2015 sicher und zuverlässig betrieben. Mit seinen 2'940 Mio. KWh trägt das KKM rund 5 Prozent zur Gesamtschweizerischen Stromproduktion bei.

Nachdem das KKM 2014 einen Produktionsrekord verzeichnen konnte, führten zwei ungeplante Abschaltungen im Juli und im September sowie die hohen Temperaturen der Aare im Sommer zu einem Produktionsrückgang im Jahr 2015. Während 16 Tagen produzierte das KKM deswegen mit einer bis zu 20 Prozent reduzierten Leistung.

Die BKW wird auch für die noch anstehenden Betriebsjahre bis Ende 2019 durch Nachrüstungen, präventiver Instandhaltung und die regelmässigen Überprüfungen der Systeme den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Anlage gewährleisten.

Ausblick:

  • April 2016: Öffentliche Auflage des Gesuchs zur Stilllegung des KKM
  • April 2016: Informationsanlässe in der Region Mühleberg zur Stilllegung
  • August 2016: Jahresrevision des Kernkraftwerks 

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) hat die vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) per Dezember 2015 geforderten Analysen fristgerecht eingereicht. Die Forderungen stammen einerseits aus der sicherheitstechnischen Stellungnahme des ENSI zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg, und andererseits aus der Stellungnahme des ENSI zur Erhöhung der Sicherheitsmarge gegen Erdbeben. Insgesamt hat das KKM Analysen mit einem Papiervolumen von rund 50 Bundesordnern eingereicht.

Die einzelnen Forderungen im Wortlaut:

Stellungnahme vom 24. Juni 2015 zur Erhöhung der Sicherheitsmarge gegen Erdbeben:

Forderung 1Das KKM hat zu untersuchen, inwieweit die Sicherheitsmarge des Abfahrpfades 3 umfassend, d.h. auch unter Berücksichtigung der Absperrung des Primärkreises, erhöht werden kann. 
Forderung 2Das KKM hat zu untersuchen, inwieweit die Sicherheitsmarge der Notstand-Dieselgeneratoren des Abfahrpfades 2 erhöht werden kann.

 

Forderung 3 wurde bereits am 1. Oktober 2015 fristgerecht erfüllt. Damit sind alle drei Forderungen aus dieser Stellungnahme erfüllt.

Sicherheitstechnische Stellungnahme zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg vom 12. Dezember 2013: 

Forderung 6.1-1

Das KKM hat die deterministischen Störfallanalysen gemäss den Anforderungen der „Gefährdungsannahmenverordnung“ (SR 732.112.2) sowie der Richtlinie ENSI-A01 zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren. Das Ergebnis der Überprüfung und eventuelle Aktualisierungen sind dem ENSI bis zum 15. Dezember 2015 einzureichen.

Das KKM hat die in Kapitel 6.3 beanstandeten radiologischen Störfallanalysen gemäss den Anforderungen der Richtlinie ENSI-A08 unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der obigen Überprüfung zu überarbeiten und dem ENSI bis zum 15. Dezember 2015 einzureichen.
Forderung 6.3-1Das KKM hat zu den Aktivitätskonzentrationen in Reaktorwasser, Frischdampf und Speisewasser das jeweils zugrunde gelegte Modell und dessen Bezug zur Anlage zusammenhängend in einem Bericht darzulegen und dem ENSI bis zum 15. Dezember 2015 einzureichen. Die Anforderungen nach den Punkten 4.2.3 und 4.3.2 der Richtlinie ENSI-A08 sind dabei zu berücksichtigen.
Forderung 6.3-3Das KKM hat bis zum 15. Dezember 2015 die Analyse der Personaldosen für den Brennelementhandhabungsstörfall anhand konservativer Annahmen und Randbedingungen durchzuführen und zu überprüfen, ob für diesen Fall eine weitere Reduktion der Personaldosen erreicht werden kann. Die Möglichkeiten sind in einem Bericht zu diskutieren und, wo sinnvoll, umzusetzen.
Forderung 6.3-4Bei der Bewertung der betrachteten Einzelfehler zu radiologisch untersuchten Störfällen hat das KKM bis zum 15. Dezember 2015 anzugeben, ob und in welchem Ausmass sich die Einzelfehlerannahme auf die radiologischen Folgen auswirkt.
Forderung 7.3-1Bis zum 31. Dezember 2015 sind die in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkte zur Stufe-1-PSA für die Bewertung des Volllastbetriebs umzusetzen und das PSA-Modell inklusive zugehöriger Dokumentation dem ENSI einzureichen. Ferner ist zu jedem in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkt schriftlich darzulegen, wie dieser im neuen Modell beziehungsweise in der neuen Dokumentation umgesetzt wurde.

 

 

Vertreter der BKW haben am 18. Dezember 2015 beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation das Stilllegungsgesuch eingereicht. Damit hat die BKW zum ersten Mal in der Schweiz den Prozess eingeleitet, welcher die endgültige Ausserbetriebnahme und die Stilllegung eines Kernkraftwerks zum Ziel hat. Nach der Vollständigkeitsprüfung durch die Behörden werden die Unterlagen im Frühling 2016 öffentlich aufgelegt.

«Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) erreicht. Damit steigen wir nun in das mehrjährige Stilllegungsverfahren ein.» Mit diesen Worten überreichte Hermann Ineichen, Leiter Produktion und BKW Konzernleitungsmitglied, das Stilllegungsgesuch Franz Schnider, Vizedirektor des Bundesamts für Energie (BFE) in Ittigen. Die Stilllegung des KKM ist für die BKW das grösste Projekt seit dem Bau des Kernkraftwerks vor mehr als 40 Jahren. 

Das erste Stilllegungsgesuch für ein Kernkraftwerk in der Schweiz umfasst neben den rechtlichen Anträgen den Hauptbericht – das Stilllegungsprojekt. Es handelt sich dabei um den konzeptionellen Rahmen des Projekts. Dazu kommen drei Teilberichte: Störfallbetrachtungen und Notfallschutzmassnahmen, der Umweltverträglichkeitsbericht sowie der Bericht zur Sicherung. 

Das oberste Ziel der BKW ist es, die Ausserbetriebnahme und Stilllegung der Anlage ebenso sicher und effizient durchzuführen wie den Leistungsbetrieb. Die Sicherheit der Bevölkerung, des Personals und der Umwelt steht auch während der Stilllegung und der Entsorgung der Abfälle jederzeit im Zentrum. 

Die BKW plant, den Leistungsbetrieb des KKM spätestens im Dezember 2019 endgültig einzustellen. Dies unter der Voraussetzung, dass die notwendigen 

rechtlichen Rahmenbedingungen vorliegen. Aus diesem Grund hat die BKW das Stilllegungsprojekt mit grossem Einsatz vorangetrieben und frühzeitig die nötigen Unterlagen erarbeitet und eingereicht. Denn die Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass weniger die technischen Herausforderungen, sondern das rechtliche Verfahren die Stilllegung erheblich verzögern können. Mit dem gewählten Vorgehen hat die BKW dem Faktor Zeit ganz bewusst Rechnung getragen. 

Das Stilllegungsgesuch wird in den nächsten Monaten von den Behörden auf seine Vollständigkeit geprüft. Die öffentliche Auflage der Unterlagen beginnt voraussichtlich Anfang April 2016 und dauert einen Monat. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die lokale Bevölkerung an Informationsveranstaltungen und die Öffentlichkeit via Medien ausführlich über die Inhalte informiert. Zudem ist die BKW im aktiven Dialog mit lokalen und regionalen Politikern sowie mit Interessengruppen. 

Die BKW erwartet die Stilllegungsverfügung Mitte 2018. Damit soll gewährleistet werden, dass auch ein mögliches Rechtsmittelverfahren rechtzeitig vor der Ausserbetriebnahme abgeschlossen werden kann. 

«Das eingereichte Stilllegungsgesuch ist für die BKW ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg in die Energiezukunft», sagt CEO Suzanne Thoma. Mehr Informationen finden Sie im Video-Interview hier. 

Weitere Informationen zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg finden Sie im Internet


Die Medienkonferenz mit Einzelheiten zum Stilllegungsprojekt fürs Kernkraftwerk Mühleberg der BKW findet voraussichtlich am Montag, 4. April 2016 in Bern statt. 

Die Informationsveranstaltungen für die regionale Bevölkerung sind für folgende Daten geplant: 

  • Gemeinde Mühleberg: 5. April 2016 
  • Gemeinde Wohlen: 7. April 2016 
  • Gemeinde Radelfingen: 12. April 2016 

Über die genauen Daten und Lokalitäten wird die BKW rechtzeitig informieren. 

Wie die Zwischenlager Würenlingen AG (ZWILAG) am 14. Dezember 2015 mitgeteilt hat, wurden die ausgedienten Brennelemente des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) erfolgreich eingelagert. Zwischen dem 22. Oktober 2015 und dem 1. Dezember 2015 wurden 69 Brennelemente sicher in die ZWILAG transportiert. Sämtliche Transporte, Umlade- und Versiegelungsarbeiten verliefen plangemäss und wurden durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) beaufsichtigt. 

Im Hinblick auf die geplante endgültige Einstellung des Leistungsbetriebs (EELB) des KKM spätestens Ende 2019 hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) dem KKM am 14. November 2013 Forderungen zum Weiterbetrieb bis Ende des Jahres 2019 gestellt. Die Forderungen 1a-f hat das KKM dem ENSI am 19. Dezember 2014 fristgerecht eingereicht. Diese Forderungen beziehen sich auf den technischen Nachbetrieb - die Phase zwischen EELB und der Brennelementfreiheit.

Das ENSI hat dazu Stellung genommen und am 10. Dezember 2015 die 10 Forderungen, welche die Randbedingungen für die Etablierung des technischen Nachbetriebs festlegen, verfügt: 

Forderung 1 Das KKM hat dem ENSI bis zum 29.2.2016 schriftlich zu melden:
a)     zu welchem Termin der Leistungsbetrieb des KKM voraussichtlich endgültig eingestellt wird;
b)    zu welchem Termin der sichere technische Nachbetrieb voraussichtlich etabliert ist und das KKM damit endgültig ausser Betrieb genommen wird.
Forderung 2 Das KKM hat dem ENSI bis spätestens 24 Monate vor der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebes die Unterlagen für die Konzeptfreigabe zur Etablierung des technischen Nachbetriebs einzureichen. Dabei sind die Forderungen 3 bis 7, 9 und 10 zu berücksichtigen.
Forderung 3 Das KKM hat für den technischen Nachbetrieb die bestehenden deterministischen Störfallanalysen auf der Grundlage der geplanten, geänderten Anlagenzustände neu zu bewerten und dem ENSI im Rahmen eines Antrages auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einzureichen.
Forderung 4 Das KKM hat dem ENSI für jeden betrachteten Zeitraum:
a)     eine Liste der FDF-Beiträge aller modellierten auslösenden Ereignisse;
b)    eine Liste der wichtigsten 1'000 Basisereignisse, sortiert nach FV- und nach RAW-lmportanz;
c)     eine Liste sämtlicher Komponenten, für die gilt: RAW > 2.0 oder FV > 1E-3
in elektronischer Form gemäss Forderung 2 einzureichen.
Forderung 5 Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 eine aktuelle Systemliste einzureichen, in der die für den technischen Nachbetrieb benötigten (bisherige und neue Systeme) und nicht mehr benötigten Systeme festgelegt sind. Es ist zu begründen, warum ein System als nicht mehr erforderlich erachtet wird.
Forderung 6 Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, in dem die insgesamt geplanten Systemänderungen konkret beschrieben und die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Sicherheit der Anlage im technischen Nachbetrieb ganzheitlich bewertet sind.
Forderung 7 Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, in dem die einzelnen Schritte zur Ausserbetriebsetzung der im technischen Nachbetrieb nicht mehr benötigten Systeme bzw. Komponenten festgelegt sind.
Forderung 8 Das KKM hat dem ENSI bis spätestens 18 Monate vor der endgültigen Einstellung des Leistungsbetriebes im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe die Beladestrategie der Transport- und Lagerbehälter für Brennelemente und die Transportplanung während des technischen Nachbetriebes darzulegen und zu begründen.
Forderung 9 Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 einen Bericht einzureichen, wie die Rückwirkungsfreiheit von Änderungs- und Ausserbetriebsetzungsarbeiten, die zur Etablierung des sicheren technischen Nachbetriebs unabdingbar sind, sichergestellt wird.
Forderung 10 Das KKM hat dem ENSI im Rahmen eines Antrags auf Konzeptfreigabe gemäss Forderung 2 die vorgesehenen organisatorischen Anpassungen (Aufbau- und Ablauforganisation, Personalbestand, Zulassungspflichtiges Personal, Strahlenschutzpersonal, Notfallorganisation) sowie das Aus- und Weiterbildungskonzept und die Darlegung der Massnahmen zur Begleitung des Organisationswandels für die Etablierung und die Dauer des technischen Nachbetriebs einzureichen.

 

Das KKM wird die Forderungen fristgerecht erfüllen.

Weitere Informationen

Verfügung/Stellungnahme des ENSI zum technischen Nachbetrieb des KKM 

Am 27. Januar 2015 hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) dem KKM in einer Stellungnahme 10 Forderungen für den Weiterbetrieb bis Ende des Jahres 2019 gestellt.

Das ENSI hat seine Stellungnahme der Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) unterbreitet. Aus den 10 Forderungen bleiben unter Berücksichtigung der vom KKM bereits erfüllten Forderungen sowie der Äusserungen der KNS per Ende Oktober 2015 noch 5 Forderungen bestehen. Das ENSI hat am 3. Dezember 2015 folgende 5 Forderungen verfügt:

 

Forderung 1Am Kernmantel des KKM sind in jeder Jahresrevision zerstörungsfreie Prüfungen mit qualifizierten Prüfsystemen durchzuführen.
Forderung 2Die Befunde der Kernmantelprüfungen sind aufgrund des Standes von Wissenschaft und Technik sowie der internationalen Betriebserfahrung in Jeder Jahresrevision zu bewerten. Die Freigabe zum Wiederanfahren der Anlage nach der Jahresrevision wird vom ENSI erteilt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
  • KI,max < 75 MPa m0.5 unabhängig von der Orientierung und Risstiefe
  • Iquer < 320 mm für wanddurchdringende Querrisse
Forderung 3Das KKM hat die geplante Erweiterung der bisherigen Speisewasserbruchlogik gemäss Aktennotiz AN-FM-2015/067 vom 23. April 2015 bis zum Ende der Jahresrevision 2016 umzusetzen.
Forderung 4Das KKM hat die geplante Brennelementbecken-Notfallkühlung gemäss Aktennotiz AN-AM-2014/076 Rev. a vom 24. Oktober 2014 bis zum Ende des Jahres 2016 nachzurüsten. Die Brennelementbecken-Notfallkühlung ist bis 31. Dezember 2020 zu einem Sicherheitssystem umzubauen.
Foderung 5Das KKM hat eine automatische erdeben- und überflutungssichere Notnachspeisung in den Reaktordruckbehälter gemäss Aktennotiz AN-AM-2014/076 Rev. a vom 24. Oktober 2014 bis zum Ende der Jahresrevision 2016 nachzurüsten.

Das KKM wird die wiederkehrenden Prüfungen und Nachweise sowie die geplanten Nachrüstungen fristgerecht umsetzen. Damit erfüllt das KKM die sicherheitstechnischen Voraussetzungen für einen Betrieb des KKM bis Ende des Jahres 2019.

Weiter Informationen

Forderungen des ENSI für den Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Mühleberg bis Ende 2019 vom 27. Januar 2015 

Verfügung im Hinblick auf den Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Mühleberg bis Ende des Jahres 2019 vom 3. Dezember 2015 

Am 24. Juni 2015 hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI dem Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) drei Forderungen zur Erhöhung der Sicherheitsmarge gegen Erdbeben gestellt. Forderung 3 wurde fristgerecht eingereicht:

Forderung 3

Das KKM hat die Überflutungssicherheit des Notstandgebäudes (Lüftungsöffnungen des SUSAN-Interfaces) bis 30. September 2015 zu verbessern.

Forderungen 1 und 2 werden termingerecht bis 31. Dezember 2015 erfüllt.

Weitere Informationen

Internetmeldung vom 26.06.2015 - Kernkraftwerk Mühleberg wird Sicherheitsmarge gegen Erdbeben erhöhen (siehe unten)

ENSI-News, 25.6.2015: ENSI verlangt weitere Erhöhung der Sicherheitsmargen

Die Bauarbeiten zweier Hallen auf dem Gelände des KKM starten anfangs September 2015 und dauern voraussichtlich bis Ende Juni 2016. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat den Bau beider Hallen freigegeben.

Die eine Halle nutzt das KKM, um Behälter mit schwach- und mittelaktiven Abfällen für den Abtransport bereitzustellen. Dadurch kann das KKM die Transporte witterungsunabhängig durchführen. Die zweite Halle dient als neues zentrales Materiallager während des laufenden Betriebs. Beide Hallen können später für Rückbauarbeiten weiterverwendet werden.

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) produziert wieder Strom. Seit dem 3. August 2015 war die Anlage für jährliche Revisionsarbeiten abgestellt. In diesem Rahmen wurde auch die von der Aare unabhängige Kühlwasserversorgung fertiggestellt. Mit der Wiederinbetriebnahme ist die Jahresrevision abgeschlossen.

Mitarbeitende der BKW und externe Fachkräfte haben umfangreiche Präventiv-arbeiten und Prüfungen an Komponenten, Armaturen und Systemen ausgeführt. Wie vorgesehen, sind 36 der 240 Brennelemente ausgetauscht worden.

Während der Revision hat das KKM weitere Forderungen des ENSI fristgerecht erfüllt. Die von der Aare unabhängige Kühlwasserversorgung wurde fertiggestellt und mit dem Notstandsystem SUSAN verbunden. Damit kann das KKM auch bei sehr seltenen Naturereignissen, bei denen die Aare als Kühlquelle ausfällt, mit Kühlwasser versorgt werden.

Die Forderungen des ENSI.

Die zwei Grenzwerte, die das KKM hinsichtlich Kernmantel für einen sicheren Betrieb einzuhalten hat, werden mit grosser Marge unterschritten. Die Anrisse mit Längsverlauf zu einer Schweissnaht sind stabil. Die bei der visuellen Prüfung im vergangenen Jahr festgestellten Anrisse mit Querverlauf zu einer Schweissnaht wurden mit Ultraschall überprüft. Die Resultate ergaben, dass der längste Riss, der eine Länge von 99 mm aufweist, teilweise wanddurchdringend ist. Weiterführende Informationen zum Kernmantel und den Untersuchungsergebnissen finden sie hier.

Beim Wiederanfahren, das nach einer Jahresrevision immer mehrere Tage dauert, kam es bei geplanten Anfahrtests zu einer Abschaltung des Reaktors. Die Ursache wurde im Verhalten der Turbinensteuerung identifiziert. Das KKM hat den Vorfall dem ENSI gemeldet und die Freigabe fürs Wiederanfahren erhalten.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat im Rahmen des Aktionsplans Fukushima eine umfassende Studie zur Beurteilung der Gefährdung durch extreme Wetterbedingungen gefordert. Die BKW hat ihre Gefährdungsanalysen im Februar 2014 eingereicht. Das ENSI hat die eingereichten Analysen beurteilt und fordert vom Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) eine Ergänzung zur Gefährdungsanalyse für die Wetterbedingungen extreme Winde und extreme Lufttemperaturen. Das KKM wird die Analysen fristgerecht ergänzen.


Weitere Informationen: ENSI-News: Kernkraftwerke müssen Analysen für Extremwetter-Gefährdung nachbessern

Gestern ist das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) planmässig für die rund vierwöchige Jahresrevision 2015 abgeschaltet worden.

Schwerpunkte der diesjährigen Revision bilden der Austausch von 36 der 240 Brennelemente, die Untersuchung des Kernmantels, umfangreiche Prüfungen innerhalb und ausserhalb des Reaktordruckbehälters, sowie Präventivarbeiten im elektrischen und mechanischen Bereich. Zudem werden wiederkehrende Prüfungen an Komponenten, Armaturen und Systemen durchgeführt.
 
Bei der Revision 2014 wurden während der visuellen Prüfung des Kernmantels Anrisse mit Querverlauf zu einer Schweissnaht entdeckt. Diese werden nun umfassend mit Ultraschallmessungen geprüft. Gleichzeitig werden auch die seit 1990 bekannten Anrisse entlang der Schweissnähte auf ihr Rissverhalten untersucht.

Mit der Realisierung der von der Aare unabhängigen Kühlwasserversorgung wird eine Forderung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) vom 27. Januar 2015 erfüllt.
 
Die 345 Mitarbeitenden des KKM werden durch 700 externe Fachkräfte unterstützt. Das ENSI wird zahlreiche Inspektionen während der Revision durchführen.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat im Rahmen des Aktions-plans Fukushima die Integrität des Sicherheitsbehälters (Containment) bei einem Stillstand des Kraftwerks während einer Revision beurteilt.

Das ENSI ist zum Schluss gekommen, dass die Zuverlässigkeit des Sicherheitsbehälters auch unter erschwerten Bedingungen beim KKM gewährleistet ist.

Weitere Informationen:
ENSI-News: Containmentöffnungen sind auch bei Stromausfall schliessbar

Nachdem es am Montag, den 6. Juli 2015 am Vormittag zu einer Schnellabschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) gekommen war, konnte das KKM im Verlaufe des Abends wieder in Betrieb genommen werden. 

Das Wasserniveau im Reaktordruckbehälter war aufgrund einer Reglerstörung im Speisewassersystem B gesunken. Auslegungsgemäss schaltete sich der Reaktor darauf hin ab. Die defekte elektronische Komponente wurde ersetzt. 

Das KKM hat zwei Speisewasserstränge. Diese versorgen den Reaktor mit Wasser, welches im Reaktor verdampft und anschliessend auf die Turbinen geleitet wird. Nachdem der Dampf die Turbine durchlaufen hat, wird er im Wärmetauscher (Kondensator) gekühlt und dadurch wieder zu Wasser, so dass das Wasser via Speisewassersystem wieder dem Reaktor zugefügt werden kann.

Die letzte Schnellabschaltung ereignete sich im Februar 2012. Für die BKW hat die Sicherheit des KKM oberste Priorität. 

Nummer 11 der untenstehenden Abbildung zeigt den Verlauf einer der beiden Speisewasserleitungen.

Am 6. Juli 2015 um 11:03 Uhr kam es zu einer Reglerstörung im Strang B des Speisewassersystems. Dies führte zu einer automatischen Schnellabschaltung des Reaktors. Die Ursache wird zurzeit abgeklärt.

Der Reaktor befindet sich in einem sicheren Zustand. Es wurde keine erhöhte Menge an Radioaktivität freigesetzt. Die zuständige Behörde, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, wurde umgehend informiert.

Die Anlage wird nach Reparatur und Freigabe durch das ENSI wieder angefahren.

Das Wasser der Aare wird zur Anlagekühlung des Kernkraftwerks Mühleberg gebraucht. Die Nutzung von Gewässern zu Kühlzwecken wird von Bund und Kanton gesetzlich festgelegt und ist über die Wasserkonzession geregelt.

Die Wasserkonzession regelt unter anderem die Einleitungstemperatur und den Wärmeeintrag des für die Kühlung des KKM benutzten Wassers.

Ab einer Aaretemperatur von über 20.5°C reduziert das KKM die Leistung der Anlage, um die Wasserkonzession einzuhalten. Die Leistung wird meistens im unteren Prozentbereich gedrosselt.

Die Hitzesommer 2003, 2005, und 2006 waren die letzten Sommer, in denen das KKM über den gesamten Sommer betrachtet einen Produktionsausfall von mehreren Volllasttagen hatte.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat dem Kernkraftwerk Mühleberg (KKM)  zwei Forderungen zur Erhöhung der seismischen Sicherheit der Kühlpfade (Abfahrpfade) gestellt. Diese Abfahrpfade stellen die Abfuhr der Nachzerfallswärme sicher, so dass der Reaktor in einem sicheren abgestellten Zustand gehalten werden kann. Die dritte Forderung bezieht sich auf das Notstandgebäude SUSAN.

Das KKM hat drei verschiedene Abfahrpfade, die ihrerseits redundant ausgelegt sind. Zu den Pfaden 2 und 3 hat das KKM Forderungen bekommen:

Forderung 1
Das KKM hat zu untersuchen, inwieweit die Sicherheitsmarge des Abfahrpfades 3 umfassend, d. h. auch unter Berücksichtigung der Absperrung des Primärkreises, erhöht werden kann. Die Untersuchungsergebnisse sind dem ENSI bis 31. Dezember 2015 einzureichen.

Forderung 2
Das KKM hat zu untersuchen, inwieweit die Sicherheitsmarge der Notstand-Dieselgeneratoren des Abfahrpfades 2 erhöht werden kann. Die Untersuchungsergebnisse sind dem ENSI bis 31. Dezember 2015 einzureichen.

Forderung 3
Das KKM hat die Überflutungssicherheit des Notstandgebäudes (Lüftungsöffnungen des SUSAN-Interfaces) bis 30. September 2015 zu verbessern.

Das KKM wird diese Forderungen fristgerecht erfüllen.

Für weitere Informationen:

http://www.ensi.ch/de/2015/06/25/ensi-verlangt-weitere-erhoehung-der-sicherheitsmargen/

Die IT-Sicherheit des KKM ist und war zu jeder Zeit gegeben. Die BKW weist die pauschalisierenden Vorwürfe des Beobachters zurück. Die BKW nimmt die Bedenken ihrer Mitarbeitenden ernst und wird nach einer genaueren Prüfung der Umstände allfällige Massnahmen umsetzen.

2013 hat die BKW Teile der Informatik (IT) des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) in die Abteilung Information und Communication Technology (ICT) der BKW integriert. Die organisatorische Überführung der Wirtschaftsinformatik der KKM-IT (Büroinformatik und User Support) in die ICT der BKW wurde Anfang April 2014 abgeschlossen.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat diese organisatorischen Anpassungen im Bereich Wirtschaftsinformatik freigegeben. Im Freigabeprozess wurden die möglichen Risiken durchleuchtet und adressiert.

Nicht in die ICT der BKW überführt wurde die technische Informatik, d.h. alles was Betrieb, Steuerung und Sicherheitssysteme des Kernkraftwerks betrifft. Die beiden Bereiche sind systemisch klar voneinander getrennt. Die technische Informatik ist weiterhin vor Ort im KKM angesiedelt und ist unabhängig von der ICT in Bern. Auch haben ICT-Mitarbeitende aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik ihren Arbeitsplatz weiterhin im KKM; sie werden punktuell von den Kolleginnen und Kollegen aus Bern (ggf. vor Ort) unterstützt.

Die IT-Sicherheit entspricht den Anforderungen der IAEA. Die BKW weist die pauschalisierenden Vorwürfe des Beobachter-Artikels zurück, dass sicherheitsrelevante IT-Systeme vom KKM von der ICT in Bern ferngesteuert werden. Gemäss den Richtlinien der IAEA sind temporäre, zeitlich klar begrenzte Remote-Access-Zugriffe, speziell für Wartungszwecke, möglich.

Die Firewalls der BKW werden laufend überprüft und den neusten Anforderungen angepasst. Die aktuelle Firewall des KKM erfüllt die an sie gestellten Sicherheitsanforderungen. Die Sicherheit des Kernkraftwerks Mühleberg, insbesondere auch der technischen Informatik, war und ist zu jedem Zeitpunkt gegeben. Betreffend Umgang mit vertraulichen Daten werden die ICT-Mitarbeitenden permanent sensibilisiert.

Die BKW hält an ihren im Beobachter gemachten Aussagen fest.

Die Nationale Alarmzentrale NAZ führt am 11. Juni 2015 routinemässige Flüge zur Messung der Radioaktivität in der Umgebung des Kernkraftwerks Mühleberg durch. Zu diesem Zweck fliegt ein Super-Puma Helikopter der Schweizer Luftwaffe, bestückt mit einem speziellen Messgerät, in rund 100 Metern Höhe mehrmals in parallelen Bahnen über das Gebiet. Wegen der niedrigen Flughöhe kommt es zu einer erhöhten Lärmbelastung.

Die Flüge finden nur bei guten Wetterbedingungen statt. Bei schlechtem Wetter werden sie auf den 12. Juni 2015 verschoben oder ganz abgesagt.

Die Flüge finden im Auftrag des Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI alle zwei Jahre statt.

Die Messresultate der Flüge zur Messung der Radioaktivität im Gebiet Mühleberg liegen vor: Um das Areal des Kernkraftwerks Mühleberg konnten keine Veränderungen im Vergleich zu sämtlichen Messungen aus früheren Jahren festgestellt werden.

Die Resultate sind im Bericht der NAZ eröffentlicht.

Ende Januar 2015 hatte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI dem Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) 11 Forderungen für den Weiterbetrieb bis Ende 2019 gestellt. Zwei davon hat das KKM nun erfüllt.

 

  • Forderung 4:

Das KKM hat die Auswirkungen von Leckagen in den vom RCIC bzw. dem Hochreservoir kommenden und innerhalb des Reaktorgebäudes in die Speisewasserleitungen einbindenden Leitungsabschnitten zu untersuchen. Die Analyse ist dem ENSI bis zum 30. April 2015 einzureichen.

  • Forderung 6:

Das KKM hat zu überprüfen, inwieweit die begrenzenden Betriebsbedingungen in den Technischen Spezifikationen anzupassen sind, damit in der Betriebsart 4 eine ausreichende Anzahl von Sicherheitssystemen für die Beherrschung von Bränden im Reaktorgebäude verfügbar ist. Die Ergebnisse sind dem ENSI bis zum 30. April 2015 darzulegen.

Das KKM hat die entsprechenden Untersuchungen eingereicht. 

Im Zusammenhang mit der Forderung 3, die bis spätestens Ende Dezember 2015 erfüllt werden muss, wurde der Kran im Reaktorgebäude nach dem aktuellen KTA-Regelwerk* für Hebezeuge in Kernkraftwerken nachgerüstet. Die Arbeiten wurden Ende April 2015 abgeschlossen.

 

*KTA: Kerntechnischer Ausschuss. Deutsches Regelwerk für den Bereich Kernkraftwerke

Die BKW informiert gemeinsam mit dem Kanton Bern, dem Bundesamt für Energie (BFE) und der Aufsichtsbehörde ENSI am Abend vom 3. März 2015 die Bevölkerung der Region Mühleberg über die Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg. Die BKW plant das KKM bis spätestens Ende 2019 zu betreiben. Danach beginnt die 15 Jahre dauernde Stilllegung.

Rund 450 interessierte Personen aus Mühleberg und Umgebung wohnen dem ersten öffentlichen Anlass zur Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) bei. BKW CEO Suzanne Thoma, Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, BfE-Direktor Walter Steinmann und ENSI-Direktor Hans Wanner, informieren die regionale Bevölkerung über das Verfahren, den Ablauf und die Aufsicht der Stilllegung. Sie gehen zudem auf Fragen der Anwesenden ein.

Das KKM wird das erste kommerziell betriebene Kernkraftwerk der Schweiz sein, welches stillgelegt wird. Die BKW rechnet damit, dass die Arbeiten nach 15 Jahren abgeschlossen sein werden. Danach kann das Areal neu genutzt werden.

Für die Bevölkerung der Region Mühleberg finden zwei weitere öffentliche Anlässe statt; am 11. März 2015 in Detligen und am 25. März 2015 in Uettligen. Das Interesse seitens der Bevölkerung ist gross. Insgesamt haben sich 1000 Personen für die drei Anlässe angemeldet. Sie sind damit ausgebucht.

Das KKM hat die Stellungnahme des ENSI vom 27. Januar 2015 geprüft. Sieben Forderungen wurden aus der Verfügung vom 14. November 2013 überführt; vier davon beziehen sich auf Nachrüstmassnahmen und drei auf Prüfungen und Analysen. Zwei weitere Forderungen wurden gestellt, um eingereichte Analysen zu vervollständigen. Eine Forderung bezieht sich auf die Überprüfung einer Störfallvorschrift.

Die Stellungnahme des ENSI findet sich hier

Das KKM beginnt nun mit der Umsetzung der Nachrüstmassnahmen. Zudem werden, wie vom ENSI gefordert, die Prüfintervalle des Kernmantels von bisher zwei Jahren auf jährliche Untersuchungen verkürzt und die zusätzlichen Analysen zu internem Brand und Überflutung durchgeführt.

Mit Ausnahme der jährlichen Untersuchungen des Kernmantels werden 2016 alle aus der Stellungnahme des ENSI resultierenden Arbeiten abgeschlossen sein.

Die wichtigsten Massnahmen aus den sieben überführten Forderungen sind:

  1. Diversifizierung der Kühlwasserversorgung 
    Eine neue Anbindung des Kühlsystems an das oberhalb vom KKM gelegene Hochreservoir Runtigenrain stellt die von der Aare unabhängige Kühlwasserversorgung sicher. Zudem wird eine zusätzliche Wasserzufuhr für die Einspeisung in den Reaktordruckbehälter realisiert.
  2. Zusätzliche Brennelementbecken-Kühlung
    Ein sogenannter Eintauchkühler bietet eine weitere Kühlmöglichkeit für das Becken, in dem die ausgedienten Brennelemente abklingen.
  3. Erhöhung der Sicherheit gegen Brand und Überflutung im Reaktorgebäude
    Anlagemodifikationen schützen die Systeme im Reaktorgebäude besser vor Brand und interner Überflutung.
  4. Instandhaltungskonzept zum Kernmantel
    Jährliche und im Prüfungsumfang erweiterte Untersuchgen zum Kernmantel gewährleisten, dass der Kernmantel die Sicherheitsrichtlinien einhält.
  5. Verstärkung des Reaktorkrans
    Die Verstärkung des Krans im Reaktorgebäude verhindert den möglichen Absturz eines Brennelement-Behälters bei dessen Transport im Reaktorgebäude.

 

 


Forderung (F) aus der Verfügung vom 14. November 2013

Bewertung

Datum

F1 Vorbereitung StilllegungDie Bewertung des ENSI erfolgt im Rahmen der Prüfung der Gesuchsunterlagen zur Stilllegung.
F2 Konzept MaterialalterungForderung erfüllt
F3 Elektrische KabelForderung erfüllt
F4 Aktualisierte Berechnung Reaktordruckbehälter (RDB)Die Bewertung des ENSI kommt zu einem späteren Zeitpunkt.
F5 KernmantelÜberführte ForderungJährliche Überprüfung
F6 Materialzustand ContainmentForderung erfüllt
F7 StörfallnachweisStörfall Absturz Brennelement-Behälter: Überführte Forderung
Störfall Torusleckage: Forderung erfüllt
Ende 2015
F8 Diversitäre RDB-FüllstandsmessungForderung erfüllt
F9 ÜberspeisungsschutzForderung erfüllt
F10 Brennelementbecken IntegritätForderung erfüllt
F11 Anschluss mobile Pumpen SUSANÜberführte ForderungEnde Jahresrevision 2015
F12 erdbebeninduzierte Überflutung (Verstärkung WKW Mühleberg)Forderung erfüllt
F13 Aare unabhängige KühlwasserversorgungÜberführte ForderungEnde Jahresrevision 2015
F14 Sicherheitsgewinn zu Forderung 13Forderung erfüllt
F15 Massnahmen Ausfall Brennelementbecken-KühlungÜberführte ForderungEnde 2016, bzw. 2020
F16 Störfallanalysen (Brand/Überflutung)3 neue Forderungen30. April 2015, bzw. Ende Jahresrevision 2015
F17 RobustheitserhöhungÜberführte ForderungEnde Jahresrevision 2015
F18 Sicherheitsgewinn durch zusätzliche NachwärmeabfuhrÜberführte ForderungEnde Jahresrevision 2016

In seiner Stellungnahme vom 27. Januar 2015 heisst das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die am 30. Juni 2014 vom KKM eingereichten Nachrüstkonzepte gut. Die in der ENSI-Stellungnahme formulierten Forderungen basieren auf den im Sommer 2014 eingereichten Konzepten.

Die Stellungnahme des ENSI bestätigt, dass die Sicherheit des KKM auf einem hohen Stand ist. Die vom ENSI gutgeheissenen Massnahmen werden die Sicherheitsmarge und die Robustheit der Systeme für die letzten fünf Betriebsjahre zusätzlich erhöhen.

Das KKM wird die Forderungen erfüllen und umgehend mit der Umsetzung der Nachrüstmassnahmen beginnen.

Weitere Informationen:

http://www.ensi.ch/de/2015/01/27/ensi-genehmigt-massnahmen-fuer-muehleberg-restlaufzeit-mit-auflagen/

Mitte Januar 2015 beginnen die Vorbereitungen für einen neuen Armaturenschacht an der Südseite des Notstandgebäudes SUSAN des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM).

Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit den Forderungen des eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI), dass das KKM seine Kühlwasserversorgung weiter diversifizieren soll. Das ENSI hat diesen Vorbereitungen zugestimmt.

Das ENSI wird Ende Januar 2015 zu den eingereichten Nachrüstkonzepten Stellung nehmen. Die geplanten Massnahmen werden die Sicherheitsmarge des KKM weiter erhöhen.

Im Jahr 2014 produzierte das Kernkraftwerk Mühleberg der BKW AG 3'155 Mio. KWh elektrische Energie. Es ist das beste Produktionsergebnis in der Betriebsgeschichte.

Dank einem störungsfreien Betrieb und den kontinuierlichen Massnahmen in die Erhöhung der Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage, hat das Kernkraftwerk Mühleberg im Betriebsjahr 2014 während 8'146 Stunden Elektrizität ins Stromnetz eingespiesen. Als Beitrag zur Netzstabilität wurde im Jahr 2014 neun Mal die Leistung reduziert, um die unregelmässigen Einspeisungen der neuen Erneuerbaren Energien zu kompensieren.

Die BKW wird auch für die noch anstehenden Betriebsjahre bis 2019 durch Nachrüstungen, präventiver Instandhaltung und die regelmässigen Überprüfungen der Systeme den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Anlage gewährleisten.

Ausblick:

  • Januar 2015: Stellungnahme des ENSI zum eingereichten Nachrüstkonzept
  • März 2015: Informationsanlässe in der Region Mühleberg zur Stilllegung
  • August 2015: Jahresrevision des Kernkraftwerks

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) hat zu den Forderungen des eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) die entsprechenden Unterlagen termingerecht eingereicht. Die Forderungen stammen aus der Verfügung zur endgültigen Ausserbetriebnahme im Jahr 2019 und aus der Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des KKM. Sie betreffen einerseits Massnahmen und Untersuchungen zum sicheren Betrieb der Anlage und andererseits Konzepte für die Stilllegung. 

Das ENSI wird die eingereichten Unterlagen beurteilen.

Untenstehend eine tabellarische Auflistung der Forderungen:

Aus der Verfügung vom 14. November 2013 zur endgültigen Ausserbetriebnahme im Jahr 2019

 

Forderung 1 a)Darlegung, welche sicherheitsrelevanten Systeme und Anlageteile für die Nachbetriebsphase und die daran anschliessenden Stilllegungsphasen noch benötigt oder angepasst werden.
Forderung 1 b)Konzept für Abtransport und Zwischenlagerung des Kernbrennstoffs, inkl. Beschaffung geeigneter Transport- und Lagerbehälter.
Forderung 1 c)Darstellung von Art und Umfang der Arbeiten im Nachbetreib mit zeitlichem Ablauf.
Forderung 1 d)Allgemeine Sicherheitsbewertung des Nachbetriebes.
Forderung 1 e)Vorgehen zur Berücksichtigung menschlicher und organisatorischer Faktoren im Hinblick auf die endgültige Ausserbetriebnahme und den Nachbetrieb.
Forderung 1 f)Darstellung der erwarteten radioaktiven Abfälle und inaktiv freigemessenen Materialien für die Nachbetriebsphase.
Forderung 3)Das KKM wird aufgefordert, bis zum 31. Dezember 2014 alle 1E-Kabel der Sicherheitssysteme im Reaktorgebäude, für welche keine Auslegungsdokumentation vorhanden ist, zu ersetzen. Für die übrigen sicherheitsrelevanten Kabel ist der Austausch bzw. die Requalifikation laut Konzept vom 27. Juni 2013 bis spätestens 2018 umzusetzen. Die entsprechende Dokumentation ist dem ENSI vorzulegen.
Forderung 4)Das KKM wird aufgefordert, die bisher durchgeführten thermohydraulischen und bruchmechanischen Analysen zum Integritätsnachweis des Reaktordruckbehälters bei postulierten Rissen unter Thermoschockbedingungen gemäss dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu aktualisieren. Die Ergebnisse der aktualisierten Berechnungen sind dem ENSI bis zum 31. Dezember 2014 in einem Bericht vorzulegen.
Forderung 12)Es sind Massnahmen zur Reduktion der Gefährdung aufgrund von erdbebeninduzierter Überflugung zu treffen. Deren Umsetzung hat bis zum 31. Dezember 2014 zu erfolgen.

Aus der Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg

 

Forderung 2.6-1Das KKM hat die Umsetzung der aufgrund der OSART-Mission 2012 festgelegten Massnahmen gegenüber dem ENSI bis zum 31. Dezember 2014 in einem Bericht zu dokumentieren.
Forderung 5.3-2Das KKM hat zu untersuchen und bis zum 31. Dezember 2014 in einem Bericht zu dokumentieren, ob die bisher nicht volumetrisch geprüften Schweissnähte der RDB-Bodenkalotte mit neuer Prüf- und Manipulatortechnik regelwerkskonform geprüft werden können oder ob mit anderen qualifizierten Prüfmethoden allfällige Ersatzprüfungen verbessert werden können.
Forderung 5.8-1Ein Löschwasserrückhaltekonzept für die Gesamtanlage inklusive der Grobplanung eventuell notwendiger Anpassungen ist zu erstellen und dem ENSI bis zum 30. Juni 2014 einzureichen. (Fristerstreckung bis 31. Dezember 2014)
Forderung 8.3-1Bis zum 31. Dezember 2014 sind die in der Aktionsliste festgehaltenen Verbesserungspunkte bezüglich SAMG umzusetzen und gegenüber dem ENSI zu dokumentieren.

 

 

 

Ende Oktober 2012 bestätigte die Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) die betriebliche Sicherheit des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) im Rahmen einer OSART-Mission (Operational Safety Review Team). Sie gab aber auch verschiedene Anregungen zur Weiterentwicklung der Sicherheit. Der Umsetzungsstand dieser Anregungen wurde in der Woche vom 16. Juni 2014 überprüft. Nun hat die IAEA ihren Abschlussbericht veröffentlicht.

Bereits am 20. Juni 2014 kommunizierte die BKW die Resultate der Überprüfung in summarischer Form (siehe Beitrag vom 20. Juni 2014). Der von der IAEA publizierte Abschlussbericht gibt den Umsetzungsstand der Anregungen per 20. Juni 2014 wieder. Von den 21 Anregungen der IAEA vom Oktober 2012 hatte das KKM per 20. Juni 2014 elf vollständig behoben, zehn wiesen einen zufriedenstellenden Fortschritt aus.

Seither hat das KKM die Arbeiten vorangetrieben. Beispielsweise wurde die Anregung zur Umstrukturierung der Feuerwehr vollständig umgesetzt. Ende Jahr wird das KKM dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI einen Abschlussbericht vorlegen.

Die summarische Zusammenfassung der BKW aktualisiert um den Arbeitsstand Dezember 2014 finden Sie hier.

Den Abschlussbericht der OSART-Mission finden Sie hier.

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) hat die Forderung 5.2-1 aus der sicherheitstechnischen Stellungnahme der Aufsichtsbehörde vom 12. Dezember 2013 zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 erfüllt.

Das KKM hat den Einfluss der Änderungen in den Baunormen auf die Nachweisführung bei der Überprüfung von Bauten beurteilt und bewertet. Die Resultate wurden dem eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) fristgerecht überreicht.

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) hat eine Forderung der Aufsichtsbehörde zur Alterungsüberwachung fristgerecht erfüllt. Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hatte in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg gefordert, dass das KKM die Alterungsmechanismen für die an klassierten Komponenten eingesetzten Beschichtungen auch in den jeweiligen Systemsteckbriefen dokumentiert. Zudem wurde eine erweiterte Spezifikation zur Beurteilung des Zustandes von Beschichtungen erstellt.

Mit der A-EEVBS verfügt das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS über ein Team von Spezialisten, welches bei ausserordentlichen Ereignissen mit radioaktiven Stoffen notfallmässig eingesetzt werden kann. Im Rahmen einer Alarmübung ist die A-EEVBS heute Morgen um 9 Uhr von der Nationalen Alarmzentrale NAZ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS aufgeboten worden.

Um das Alarmierungssystem, die Verfügbarkeit und das Einsatzverhalten der Mitglieder der A-EEVBS in Echtzeit zu prüfen, wird heute in Mühleberg (BE) ein radiologischer Zwischenfall mit zwei Fahrzeugen simuliert. Der Übungsort Mühleberg wurde aus rein organisatorischen Gründen gewählt, das Übungsszenario hat keinen Bezug zum Kernkraftwerk Mühleberg KKM.

Die Übung findet mit Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit BAG, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA, des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, der Kantonspolizei Bern, der Feuerwehr KKM sowie der Berufsfeuerwehr Bern statt. Die generelle Sicherheit und die Einhaltung der gesetzlichen Strahlenschutzbestimmungen sind für die Übungsteilnehmer wie für die Öffentlichkeit jederzeit gewährleistet.

Adresse für Rückfragen:

Kurt Münger
Chef Kommunikation BABS
058 462 55 83  

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Bundesamt für Bevölkerungsschutz   

Das Kernkraftwerk Mühleberg hat die Massnahmen zur Wasserstoffbeherrschung durch den Einsatz platinierter Schrauben in den Abblaseleitungen* fristgerecht abgeschlossen. Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hatte dies in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des Kernkraftwerks Mühleberg gefordert.

*Die Abblaseleitungen verbinden die Sicherheitsventile des Reaktordruckbehälters mit der Druckabbaukammer. Bei einer Druckentlastung des Reaktordruckbehälters kann Dampf über die Sicherheitsventile und Abblaseleitungen in die mit Wasser gefüllte Druckabbaukammer zur Kondensation geleitet werden.

Die Aufsichtsbehörde ENSI hat dem Wiederanfahren des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) nach der Jahresrevision zugestimmt. Seit dem 10. August 2014 war die Anlage für jährliche Revisionsarbeiten abgestellt. Das Personal wechselte Brennelemente aus und führte Instandhaltungsarbeiten und Anlageerneuerungen durch.

Alle Arbeiten verliefen erfolgreich unter Einhaltung sämtlicher Schutzziele. 36 der 240 Brennelemente wurden ausgetauscht und umfangreiche Präventivarbeiten und Prüfungen an Komponenten, Armaturen und Systemen ausgeführt. Bei einer Prüfung des Kernmantels wurden kurze, vertikale Anrisse entlang einer horizontalen Schweissnaht entdeckt. Gestützt auf eine sicherheitstechnische Bewertung haben diese auf das erfolgreiche Anfahren und den sicheren Betrieb der Anlage keinen Einfluss. Das KKM hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) über diesen Befund informiert. Das bestehende Prüfprogramm für den Kernmantel wird in der Jahresrevision 2015 mit einer Ultraschalluntersuchung weitergeführt. 

Mit dem Abschluss der Revision begann der 42. Betriebszyklus des KKM. Mit 3‘112 GWh brutto hat das KKM im vergangenen Zyklus die drittgrösste Strommenge des KKM seit 1972 produziert.

Die BKW AG hat gestern das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) planmässig für Revisionsarbeiten und den Austausch von Brennelementen abgeschaltet. Die Jahresrevision dauert rund vier Wochen.

Umfangreiche Prüfungen innerhalb und ausserhalb des Reaktordruckbehälters, Präventivarbeiten im elektrischen und mechanischen Bereich sowie wiederkehrende Prüfungen an Komponenten, Armaturen und Systemen bilden die diesjährigen Schwerpunkte. Des Weiteren werden 36 der insgesamt 240 Brennelemente ausgetauscht und sechs der insgesamt 57 Steuerstabantriebe ersetzt.

Die 345 Mitarbeitenden des KKM werden durch rund 700 externe Fachkräfte aus der Region sowie dem In- und Ausland unterstützt. Während dieser Zeit führt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) vor Ort zahlreiche Inspektionen durch.

Mit Beginn der Revision endet der 41. Betriebszyklus des KKM, der sich durch eine hohe Betriebsverfügbarkeit und Energieproduktion ausgezeichnet hat.

Das KKM hat eine weitere Forderung aus der Verfügung des Eidgenössischen Nuklearsicher-heitsinspektorats (ENSI) vom 14. November 2013 zur endgültigen Ausserbetriebnahme des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) im Jahr 2019 erfüllt. Die Forderung 10 lautet: «Das KKM hat bis zur Jahresrevision 2014 Massahmen durchzuführen, um potentielle seismisch bedingte Leckagen aus dem Bereich des Brennelementbecken-Kühlkreislaufs weiter zu reduzieren.»

Entsprechende Massnahmen wurden termingerecht umgesetzt. Das KKM hat dem ENSI die Dokumentation zugestellt.

Im Rahmen der Sanierung der Trinkwasserversorgung Rewag (Gemeinde Mühleberg) wird auch die elektrische Versorgung des Grundwasserpumpwerks erneuert. Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) wird auch in Zukunft die Einrichtungen in der Rewag mit Strom versorgen. Zu diesem Zweck werden an der Südseite des Areals des KKM neue Kabelrohre verlegt. Für die Dauer dieser Bauarbeiten muss der öffentliche Veloweg in Arealnähe verschoben werden. Die Gemeinde Mühleberg wurde informiert. 

Die BKW renoviert ihren Grundwasserbrunnen in der Rewag, dem Gebiet beim Zusammenfluss der Saane und der Aare. Sie sichert ihn gegen Hochwasser und baut zusätzlich am nahegelegenen Hang ein Verteilpumpwerk. Die neue Mühleberg-Wasserleitung verläuft über das «Horn» und ersetzt die bisherige Wasserleitung, welche entlang der Aare via Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) ins Hochreservoir Runtigenrain führt. Parallel zur neuen Trinkwasserleitung wird auch die neue elektrische Anspeisung verlegt. 

 

 

 

Der westliche Teil des Flachdaches des Betriebsgebäudes wird teilsaniert. Die Wärme- und Wasserisolation sowie die Schutzschicht des Daches wird erneuert. Zusätzlich wird auch am Dachrand ein Geländer zur Absturzsicherung montiert. 

Die Arbeiten werden in mehreren Etappen bis Mitte Februar 2015 ausgeführt.

Per 30. Juni 2014 hat das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) Forderungen des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) erfüllt. Das KKM hat namentlich Konzepte für die geforderten Nachrüstungen eingereicht, welche die Sicherheit des KKM für den Betrieb bis 2019 weiter erhöhen werden. Eine neue Anbindung des Notstandsystems an das Hochreservoir Runtigenrain wird in Zukunft eine von der Aare unabhängige Kühlwasserversorgung sicherstellen. Ein sogenannter Einhängekühler bietet eine weitere Kühlmöglichkeit für das Becken, in dem die ausgedienten Brennelemente abklingen. Dank Anlagemodifikationen sollen die Systeme im Reaktorgebäude besser vor Brand und interner Überflutung geschützt werden. Zudem wird eine zusätzliche Niederdruckeinspeisung in den Reaktordruckbehälter realisiert. Schliesslich hat das KKM dem ENSI aufgezeigt, wie ein ausreichender Sicherheitsgewinn erzielt werden kann, ohne die bestehende Zugankerkonstruktion des Kernmantels zu ersetzen.

Die BKW wird bis 2019 rund 200 Mio. CHF in den Betrieb und in die Instandhaltung der Anlage investieren. Rund 15 Mio. CHF entfallen auf die obengenannten Nachrüstmassnahmen.

Das ENSI hatte die Forderungen im Rahmen der «Verfügung im Hinblick auf die endgültige Ausserbetriebnahme des KKM im Jahr 2019» und der «sicherheitstechnischen Stellungnahme zur periodischen Sicherheitsüberprüfung 2010 des KKM» gestellt.

Weitere Informationen zu den ENSI-Forderungen finden Sie hier: ENSI

20.06.2014 OSART-follow-up-Mission sehr zufrieden mit dem KKM

Ende Oktober 2012 hatte die Internationale Atomenergie Agentur (IAEA) die betriebliche Sicherheit des KKM im Rahmen einer OSART-Mission (Operational Safety Review Team) bestätigt. Sie hatte aber auch verschiedene Anregungen zur Weiterentwicklung dieser Sicherheit gegeben. In der Woche vom 16. Juni 2014 hat die IAEA nun den Umsetzungstand ihrer 21 Empfehlungen und Vorschläge überprüft.

Die IAEA hat sich in ihrer abschliessenden Bewertung mit dem KKM sehr zufrieden gezeigt. Sie bestätigt, dass in allen Bereichen ein guter Umsetzungstand erreicht wurde. So wurden beispielsweise die Aufsichtsfunktion der BKW gegenüber dem KKM klarer geregelt, Verbesserungen im Bereich Strahlenschutz vorgenommen und die Sicherheitskabel requalifiziert. Aufgrund dieser Massnahmen wurden somit die entsprechenden Anregungen der IAEA definitiv bereinigt. Einzelne weitere Massnahmen werden in Absprache mit der IAEA gemäss Terminplan des KKM erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt, da sie nur im Rahmen der jährlich stattfinden Revision durchgeführt werden können oder als Daueraufgaben eingestuft sind.

Die IAEA lobte die Zusammenarbeit und Transparenz des KKM. Die Medienmitteilung zum Abschluss der OSART-follow-up-Mission der IAEA finden Sie hier.

Zwischen dem 8. und dem 25. Oktober 2012 war das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) von einem Expertenteam der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) besucht worden. Ziel der Mission des Operational Safety Review Team (OSART) der IAEA war es, die betriebliche Sicherheit des KKM zu überprüfen. Als Massstab der Bewertung dienten die internationalen Sicherheitsstandards der IAEA.

Die IAEA hatte Ende Oktober 2012 die betriebliche Sicherheit des KKM bestätigt. Sie hatte aber auch verschiedene Hinweise zur Weiterentwicklung dieser Sicherheit gegeben.

Am Montag, den 16. Juni 2014 beginnt die OSART-follow-up-Mission, mit welcher die IAEA den Stand der Umsetzung ihrer Empfehlungen und Vorschläge überprüfen will. Die Follow-up-Mission dauert bis zum Freitag, den 20. Juni 2014.

Im Januar 2013 hat die Universität Genf eine Studie publiziert, die erhöhte Cäsium-Werte (Cs-137) in der Sedimentschicht des Jahrs 1999/2000 des Bielersees feststellt. (Siehe KKM aktuell Meldungen vom 15., 19. Und 26. Juli 2013) Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat in der Folge eine weitere Untersuchung der Bielersee-Sedimente in Auftrag gegeben und deren Resultate am 14. April 2014 veröffentlicht. Die Untersuchung bestätigt, dass die radioaktiven Abgaben des Kernkraftwerks Mühleberg zwar in den Sedimenten des Bielersees nachweisbar sind, jedoch immer weit unter den gesetzlichen Limiten lagen und liegen. Sie stellen zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung und die Trinkwasserversorgung der Region Biel dar.

Das BAG schreibt auf seiner Homepage:
«Trotz der zusätzlichen Quelle durch das KKW Mühleberg sind die Cs-137 Konzentrationen im Bielerseesediment nicht höher als in anderen Seen vergleichbarer Grösse. Die Seen im Tessin, welche stärker vom Fallout aus Tschernobyl betroffen waren, weisen sogar erheblich grössere Cs-137 Konzentrationen auf. Die höchste im Bielerseesediment gemessene Cs-137 Konzentration beträgt 200 Bq/kg und liegt 30 cm unterhalb der Sedimentoberfläche. Betrachtet man nur die obersten 20 cm des Sediments, so ist die durchschnittliche Cs-137 Konzentration kleiner als 20 Bq/kg. Diese Werte liegen deutlich unterhalb des Grenzwertes für Cs-137 in Lebensmitteln von 1000 Bq/kg. Für die Gesundheit der Bevölkerung stellt Cs-137 in den Bielersee-Sedimenten deshalb keine Gefährdung dar.»

Die radioaktiven Abgaben des KKM werden laufend überwacht und die Messergebnisse monatlich der Aufsichtsbehörde übermittelt. Die Entwicklung der Wasser- und Luftabgabewerte wird seitens des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) und seitens des Bundesamtes für Gesundheit systematisch analysiert. Die Ergebnisse werden jedes Jahr in den jeweiligen Jahres- bzw. Strahlenschutzberichten dieser Behörden veröffentlicht.

Die radioaktiven Abgaben des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) an die Umwelt liegen immer um den Faktor 100 oder mehr unter den gesetzlichen Abgabelimiten.

Weiterführende Links:

ENSI: "Bielersee: Studie von Eawag und LABOR SPIEZ bestätigt bisherige Beurteilung"

Bundesamt für Gesundheit

Seit Mitte März 2014 werden im KKM verschiedene Instandhaltungsarbeiten am Aufbereitungsgebäude durchgeführt. Die Dachhaut des Gebäudes wird teilsaniert und am Dachrand wird ein Geländer zur Absturzsicherung montiert. Zudem wird eine Kühlereinheit auf dem Dach ersetzt.

Für Handhabungen für Transporte ist auch im Kranbereich des Lagers des KKM ein Witterungsschutz aufgebaut worden.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Juni 2014.

Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hat in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung des Kernkraftwerks Mühleberg 2010 drei Forderungen auf den 31. März 2014 terminiert. Das KKM hat diese Forderungen fristgerecht erfüllt. Das ENSI wird nun die eingereichten Dokumente prüfen.

Die Forderungen lauteten:

1. Forderung

Das KKM hat bis zum 31. August 2016 alle Steckbriefe gemäss Richtlinie ENSI-B01* zu aktualisieren und dem ENSI einzureichen. Dem ENSI ist bis zum 31. März 2014 eine Umsetzungsplanung einzureichen, der eine Priorisierung nach Sicherheitsklassen zugrunde liegt.

2. Forderung

Das KKM hat zu prüfen, wie die Zuverlässigkeit der Wasserstoffmessung zur Überwachung der für den Normalbetrieb erforderlichen Rekombinatoren des Abgassystems** verbessert werden kann. Das Ergebnis ist dem ENSI bis zum 31. März 2014 einzureichen.

3. Forderung

Das KKM hat unter Wahrung der Verhältnismässigkeit weitere Massnahmen zu ergreifen, um die Abgaben radioaktiver Stoffe mit dem Abwasser auf einen Zielwert von weniger als 1 GBq pro Jahr (ohne Tritium) zu reduzieren. Dem ENSI ist dazu jährlich bis zum 31. März ein Fortschrittsbericht einzureichen.

Weiterführende Informationen:

* Steckbrief: Berichtsart, die von der Aufsichtsbehörde vorgegeben ist und der standardmässigen Beschreibung dient.

** Rekombinatoren: Geräte, die gasförmigen Wasserstoff katalytisch mit umgebendem Sauerstoff zu Wasser oxidieren. Der Abgasrekombinator baut den beim Betrieb des Reaktors entstehendes Radiolysegas zu Wasserdampf ab.

Das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) der BKW Energie AG hat im Jahr 2013 mitbrutto 3‘068 Mio. Kilowattstunden (kWh) und einer Verfügbarkeit von 91 Prozent eine beachtenswerte Stromproduktion erzielt. Infolge der Zwischenabschaltungen für die Instandhaltung einer Umwälzpumpe fällt die Strommenge etwas geringer aus als im Rekordjahr 2012.

Dank eines nahezu störungsfreien Betriebs und der kontinuierlichen Massnahmen in die Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage spies das Kernkraftwerk Mühleberg im Betriebsjahr 2013 während 7‘944 Stunden der Jahreszeit Elektrizität ins Stromnetz ein.

Die BKW wird auch für die noch anstehenden Betriebsjahre bis 2019 durch eine kontinuierliche Erneuerung und Instandhaltung und die regelmässigen Überprüfungen der Systeme den sicheren Betrieb der Anlage gewährleisten.

© 2017 BKW AG