Tech-Studenten forschen in Mont-Soleil

Heute endet die Mont-Soleil Summer School. Eine Woche lang haben 24 Studentinnen und Studenten der EPFL aus zwölf Ländern den Swiss Energypark bevölkert und sich in diesem Freiluftlabor intensiv mit neuen erneuerbaren Energien beschäftigt.

Gilles Seuret, 17. August 2018

Der Mont-Soleil mit seinen Sonnen- und Windkraftanlagen und seinem Besucherpavillon bot dieser ersten Summer School für Doktorierende im Berner Jura, die auch für die BKW eine ganz neue Erfahrung darstellte, einen perfekten Rahmen. Entstanden war das Konzept aus einer Zusammenarbeit zwischen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und der Gesellschaft Mont-Soleil. Mehr als ein Dutzend weltweit renommierter Professoren nahmen während einer Woche an der Summer School teil.

Freiluftlabor
Das Sonnenkraftwerk Mont-Soleil mit seinem internationalen Testcenter, die 16 nahegelegenen Windturbinen der Gesellschaft JUVENT SA und das Doubs-Wasserkraftwerk bildeten den idealen Standort für eine solch hochkarätige Bildungsveranstaltung zum Thema erneuerbare Energien. Die Mehrzahl der Kurse fand im neuen Besucherpavillon des Mont-Soleil statt, wo sich Theorie und Praxis unter realen Bedingungen bestens verbinden lassen. So konnten sich die Doktoranden auf greifbare Weise Fachwissen zu den erneuerbaren Energien aneignen. Bestes Beispiel dafür ist das Solarkraftwerk, das auf wissenschaftliche Daten aus mehr als 25 Jahren Nutzung zurückblicken kann.

Unterstützung aus der gesamten Region
Die ganze Region einschliesslich zahlreicher Unternehmen war in das Vorhaben involviert. Unterstützung kam teilweise auch ganz unerwartet: Ein Dutzend Mitglieder des Skiklubs von Saint-Imier sorgten beispielsweise für die Getränke und stellten den Transport der Studenten und Professoren sicher. Auch die Gästeführer der Sonnen- und Windkraftwerke leisteten einen wichtigen Beitrag.

Das Engagement aus der Region und das positive Feedback vonseiten der EPFL veranlassten zum Nachdenken über den künftigen Beitrag des Sonnenkraftwerks Mont-Soleil und warfen die Frage auf, ob allenfalls auch andere Hochschulveranstaltungen hier abgehalten werden könnten.

Das letzte Wort hatte Suzanne Thoma
Die Abschlussrede hielt BKW CEO Suzanne Thoma im Beisein des Berner Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus. Dabei hob sie die Unsicherheit hervor, mit der unsere Gesellschaft in die Zukunft schaut, und unterstrich die Wichtigkeit, sowohl als Unternehmen als auch als Einzelperson anpassungsfähig zu sein. «Die Geschichte hat uns gezeigt, dass nur diejenigen überleben, die wandlungsfähig sind», erklärte Thoma. Gleiches gelte für die Energiebranche, in der sich die Unternehmen neu erfinden müssten, um auf die Veränderungen zu reagieren. Die Energieversorgung der Zukunft wird auf der schwankenden Produktion aus erneuerbaren Energiequellen basieren. Eine solche dezentralisierte Versorgung ist in der Strategie der BKW verankert; dies gilt ebenfalls für den Swiss Energypark, der die Anlagen auf dem Mont-Crosin und dem Mont-Soleil sowie das Wasserkraftwerk La Goule umfasst.

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