Störche sollen sicher in den Süden gelangen

Störche sitzen gerne auf Strommasten. Doch das ist gefährlich, weil sie dabei Teile anpicken, die unter Spannung stehen. Um die Störche vor der tödlichen Gefahr zu retten,  hat die BKW 28 Strommasten in der Ajoje mit Sitzstangen ausgerüstet.

Gilles Seuret, 3.August 2018

Der «Quotidien Jurassien» veröffentlichte gestern einen Artikel über die Störche, die durch die Ajoie ziehen. Störche sitzen gerne auf Strommasten, diese sind jedoch für sie nicht ungefährlich. Christophe Günter, der Leiter Gebiet Ajoie bei der BKW, war der Ansicht, dass es eine Lösung braucht, die Rücksicht auf die Störche nimmt und gleichzeitig im Interesse unserer Kunden liegt. «Für die Störche ist es gefährlich, wenn sie mit ihren langen Schnäbeln Teile anpicken, die wie elektrische Schalter unter Spannung stehen. In der Vergangenheit lösten Störche mehrfach Stromausfälle aus, und wir haben nachher jeweils die toten Vögel neben dem Mast gefunden.» 

Sitzstangen für die Störche auf den Strommasten
Die Lösung, die im Austausch mit Storchenschützern und namentlich dem Biologen Michel Juillard aus der Ajoie erarbeitet wurde, ist einfach, aber effektiv, denn laut Christophe Günter ereignen sich nun weniger Unfälle. «Erst wurden die Gefahrenbereiche bestimmt, und seit etwa zwei Jahren sind 28 Strommasten mit Sitzstangen ausgestattet, auf die sich die Vögel setzen können, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie mit den Schaltern in Berührung kommen. Seither ist die Zahl der Unfälle deutlich zurückgegangen.»

Zusätzlich zu dieser Lösung arbeitet die BKW eng mit der Fondation des Marais de Damphreux zusammen, einer Organisation, die sich für den Schutz der Störche in der Ajoie einsetzt. So wurden einige Leitungsmasten zu Storchennestern umfunktioniert. Dazu lieferte die BKW die Holzpfosten und nutzte dieselben Techniken wie bei den herkömmlichen Masten – ein Kranwagen kam dabei zum Einsatz.

Wir wünschen den Störchen der Ajoie und ihren Artgenossen in den nächsten Tagen eine gute und gefahrlose Reise nach Südeuropa. 

Der Artikel erschien am 2. August 2018 im «Quotidien Jurassien». © Dieser Artikel wurde mit der Erlaubnis der Editions D+P SA, dem Verlagshaus des «Quotidien Jurassien», veröffentlicht.

nach oben