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Das Laden von Elektroautos ist so simpel wie nie zuvor

Ob zu Hause mit der eigenen Ladebox, per Karte unterwegs im öffentlichen Ladenetz oder beim Arbeitgeber – noch nie war das Laden von Elektroauto so einfach. Dank der Initiative plug@work gibt es für die Arbeitgeber immer weniger Argumente dagegen: Sie erhalten die Ladestation kostenlos aufs Firmengelände geliefert und installiert.

Tobias Habegger, Oktober 2019

Sie wollen ein Elektroauto kaufen? Dann überlegen Sie sich wahrscheinlich auch, wo, wie und wann sie das Auto aufladen?

Die Technik einer Ladestation wird immer einfacher: Mittlerweile gibt es für verschiedene Bedürfnisse die passende Lösung. Bei der Energie- und Infrastrukturdienstleisterin BKW etwa finden Kundinnen und Kunden Ladestationen im Angebot, die sich ganz einfach zu Hause in der Garage an die Wand hängen lassen. Sie sind mit Kommunikationsschnittstellen ausgestattet und lassen sich dadurch aus der Ferne steuern. Falls Sie eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach haben, kommunizieren sie ganz von alleine mit der Stromquelle, damit sich das genau Auto dann auflädt, wenn die Sonne optimal am Himmel steht.

Wer sein Auto oft unterwegs aufladen muss, ist mit der Move-Karte gut bedient, weil diesen Zugang zu einem engmaschigen Netz von Ladestationen entlang von Autobahnen und Schnellstrassen liefert.
 

Herausforderungen in der Einstellhalle…

Zugegeben, den Mieterinnen und Mietern in Mehrfamilienhäusern stellen sich nach wie vor ein paar Herausforderungen auf dem Weg zur eigenen Ladestation. Vor allem dann, wenn ihr Parkplatz in einer Einstellhalle steht, wo der nächste Stromanschluss weit weg ist und die Installateure Kabel verlegen oder sogar Wände durchbrechen müssen.

Oder dann fehlen die Systeme, um den Stromverbrauch genau abzurechnen. «Dies kann den Nachbarn auf den Plan rufen, weil er was dagegen hat, wenn jemand sein Elektroauto auf Kosten der ganzen Siedlung auftankt», sagt Peter Schibli, Verantwortlich für Innovationen und Smart City bei der BKW. Deshalb würde der Plan einer Ladestation manchmal bereits am Veto des Vermieters scheitern, der alle Mieter gleich behandeln muss.

…können ganz simpel überwunden werden

Die gute Nachricht: Ab sofort gibt es gute Alternativen, die den Streit über den Kostenverteilschlüssel genau so überflüssig wie das Verlegen neuer Kabel oder den Wanddurchbruch in der Einstellhalle Denn dank der Initiative plug@work klappt der Umstieg auf Elektromobilität auch ohne eigene Ladestation zu Hause.

Dank plug@work erhält jede Käuferin und jeder Käufer eines BMW-Elektroautos eine eigene Ladestation aufs Firmengelände des Arbeitgebers gebaut. «Wir gehen dorthin, wo das Auto sowieso fast jeden Tag neun Stunden lang herumsteht und bauen jedem Käufer eines BMW-Elektroautos eine Ladestation», sagt Peter Schibli von der BKW.


«Mit unserem Firmennetzwerk können wir weit über das eigene Versorgungsgebiet hinaus smarte Ladeinfrastrukturen anbieten» 

Peter Schibli, BKW


Die Kosten für die Installation und den Stromverbrauch für die ersten 60 000 Kilometer übernimmt BMW. Natürlich müssen sowohl der Arbeitgeber damit einverstanden und ein paar weitere Bedingungen erfüllt sein (siehe Kasten: «So geht es»).

Für plug@work spannen zwei Firmen zusammen, die beide Meister ihres Faches sind: Der Autohersteller BMW und die Energie- und Infrastrukturdienstleisterin BKW. Die BKW Gruppe hat sich dank ihren Tochtergesellschaften BKW Building Solutions/ISP, Arnold und AEK als Spezialistin für smarte Arealinfrastruktur etabliert. «Mit unserem Firmennetzwerk können wir weit über das eigene Versorgungsgebiet hinaus smarte Ladeinfrastrukturen anbieten», sagt Peter Schibli.

Es gibt gleich mehrere Gewinner

Die Initiative plug@work macht den Umstieg auf Elektromobilität so einfach wie möglich. «Wir nehmen dem Thema des Aufladens die Komplexität», betont Experte Peter Schibli. Die Kundinnen und Kunden hätten kaum einen Aufwand zu leisten, weil die Spezialisten von BMW und BKW bei ihrem Arbeitgeber vorbeikommen und alle Fragen klären würden. «So lässt sich der Wunsch nach Nachhaltigkeit auf einfache Art realisieren». 

Unter dem Strich gibt’s es dank plug@work gleich mehrere Gewinner: Neben der Umwelt und den potentiellen Käufern von Elektroautos profitieren auch die Arbeitgeber: Denn die Ladeinfrastruktur geht in ihr Eigentum über – und sie stärken damit ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt.
 

So geht es

Wer bis Ende Dezember 2019 ein Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Modell der Marken BMW, BMW i oder MINI kauft, erhält gratis eine Ladestation am Arbeitsplatz sowie kostenlosen Strom für bis zu 60‘000 Kilometer oder drei Jahre. Pro gekauftem Fahrzeug sind die Kosten einer Standard-Ladestation mit Abrechnungsmöglichkeit und deren Installation inkl. 20 Metern Kabellänge und maximal zweier Wanddurchbrüchen abgedeckt. 

Die Installation der Ladestation muss jedoch vom Arbeitgeber abgewickelt werden. Am besten nehmen Sie dazu mit ihren Vorgesetzten Person auf. Diese Person hat entweder von den Initianten bereits einen Brief mit einem Code erhalten. Oder sie kann sich mit einer E-Mail an info@plugatwork für einen plug@work day registrieren.
 

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