Suzanne Thoma im Dialog mit der Bevölkerung

Gebannt hörten am Donnerstagabend rund 50 Gäste zu, als BKW CEO Suzanne Thoma im Rahmen der Veranstaltung «CEO im Dialog» einen Einblick in Strategie und Tätigkeit der BKW gewährte. An der Veranstaltung konnten Bernerinnen und Berner auf Anmeldung teilnehmen – und die Fragen stellen, die ihnen am meisten unter den Nägeln brannten.

Ellen van Vliet, 4. November 2019

Wie hat die BKW dank der 3-Säulen-Strategie – Energie, Netze und Dienstleistungsgeschäft – die Verluste im Stromgeschäft wettmachen können? Wie schaltet die BKW das Kernkraftwerk Mühleberg am 20. Dezember ab? Und was passiert nach der Abschaltung? Zu diesen und weiteren Fragen stand CEO Suzanne Thoma den Besucherinnen und Besuchern am Donnerstagabend, 31. Oktober, im BKW Hauptsitz am Berner Viktoriaplatz Red und Antwort.

Ungewiss sei die Zukunft in Mühleberg, aber eine «Grüne Wiese» wünscht sich die CEO der BKW nicht unbedingt – zurzeit gebe es zwar noch keinen konkreten Plan, aber denkbar wäre zum Beispiel eine industrielle Nutzung. Bis 2027 hat die BKW Zeit, einen Vorschlag für die Nutzung der Fläche zu machen, die mit dem Abbau des Kernkraftwerks Mühlebergs frei wird.
 

Versorgungssicherheit ist Aufgabe der Politik
Es war spürbar, dass die Zukunft der BKW und der Energieversorgung die Anwesenden beschäftigt: Woher die BKW den wegfallenden Strom nach der Abschaltung von Mühleberg beschaffen werde und ob die Versorgungssicherheit garantiert sei, wollten sie wissen. Die CEO erklärte, es sei Aufgabe der Politik, die richtigen gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen dafür sicherzustellen. Deshalb sei auch die Anbindung an den europäischen Strommarkt von grosser Bedeutung.

Eine weitere Frage drehte sich um die Rolle der BKW in der Entwicklung von Smart Homes und Smart Cities. Die BKW verstehe sich als Dienstleisterin in der Entwicklung zu Smart Cities, jedoch nicht als Treiber dieser Entwicklung – hier müsse in erster Linie das Bedürfnis bei den einzelnen Kunden spielen. Energieeffizienz werde indes immer wichtiger. Vor allem, wenn man bedenke, dass immer mehr Städte die Millionengrenze in näherer Zukunft erreichen würden.
 

Eine Plattform für konstruktiven Austausch
Auch kontroverse Fragen zu den – der weitläufigen Berner Gebirgsregion geschuldeten – hohen Netztarifen der BKW sowie der Liberalisierung des Strommarkts beantwortete Suzanne Thoma kompetent und gewinnend. Dass die Erwartungen an den Abend erfüllt wurden, konnte man den vielen positiven Rückmeldungen entnehmen. Mit dem Dialog wurde eine ideale Plattform für den gegenseitigen Austausch geschaffen – der beim anschliessenden geselligen Apéro einen entspannten Ausklang fand. 

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