Zurück zu den Medienmitteilungen

Baustart für das Wasserkraftwerk Hondrich im April 2020

Erneuerbarer Strom für 7’700 Haushalte 

Die Kraftwerksgesellschaft Hondrich AG kann anfangs April 2020 mit dem Bau  des Wasserkraftwerks Hondrich beginnen. Sie hat den rechtskräftigen Gesamtbauentscheid für das Wasserkraftwerk an der Kander erhalten. Die Wassernutzungskonzession hatte der Berner Regierungsrat bereits im März 2019 erteilt.  

Zwölf Jahre sind seit den ersten Studien, Vorprojekten und Konkurrenzprojekten zum Kraftwerk Hondrich vergangen. Nun kann das Wasserkraftpotential der Kander zwischen Rossweid / Emdthal und der bestehenden Wasserfassung des Kraftwerks Spiez genutzt werden. Das Kraftwerk wird eine installierte Leistung von 7.4 Megawatt (MW) haben. Die erwartete jährliche Energieproduktion von 35.1 Gigawattstunden (GWh) reicht für die Versorgung von rund 7’700 Haushalten. Gesamthaft investiert die Kraftwerksgesellschaft Hondrich AG über 60 Mio. Franken. Das Kraftwerk wird voraussichtlich im Juli 2023 in Betrieb genommen. Zusammen mit Energie Thun ist die BKW für die Projektentwicklung, den Bau und den Betrieb zuständig.

Restwasser, Ersatzmassnahmen und Fischwanderung

Den Bewilligungen ist ein Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung vorausgegangen. Zentrale umweltrechtliche Bestandteile des Projektes bildeten dabei das Restwasserregime, die Ersatzmassnahmen und die Massnahmen für die freie Fischwanderung. Zusammen mit den kantonalen Umweltfachstellen haben die Kraftwerk Hondrich AG Massnahmen festgelegt, die den betroffenen Gewässerabschnitt der Kander insgesamt ökologisch aufwerten. So wurde ein saisonal abgestuftes Restwasserregime festgelegt, das die Wander- und Reproduktionszeiten der auf- und absteigenden Fische berücksichtigt. Mit dem Fischpass und den diversen Abstiegsmöglichkeiten beim Wehr wird das Kraftwerk zudem fischgängig.

Aufweitung des Flusses

Mit dem Bau des Kraftwerks Hondrich wird die Kander gleichzeitig auf einer Gewässerstrecke von rund 450 Metern verbreitert. Dies auf der maximal zur Verfügung stehenden Breite bis zur BLS-Bahnstrecke. Durch die Verbreiterung können neue Lebensräume für Wasserlebewesen entstehen, die heute im betroffenen Gewässerabschnitt nur spärlich vorkommen. Um auch bei maximaler Aufweitung die Sicherheit der BLS-Bahnstrecke zu gewährleisten, werden Uferschutzmassnahmen realisiert, die auch einem 300-jährlich wiederkehrenden Hochwasser standhalten.


Der Spatenstich zum Kraftwerksbau ist für den 31. März 2020 geplant. Medien werden wir dazu separat einladen.


nach oben