Netznutzung

BKW Netznutzung

Mit der Netznutzung wird die Verwendung des Netzes für den Transport der Energie abgerechnet. Je nach Grösse der elektrischen Anlagen und dem Verbrauchsverhalten des Kunden wird dem Kunden ein Netznutzungsprodukt zugeordnet. Reine Produktionsanlagen zahlen gemäss gesetzlichen Vorgaben nur einen Tarif für Messung und Abrechnung. 

Netznutzungsprodukt und Zusatzprodukte für Privatkunden und Kleingewerbe

Das Netznutzungsprodukt richtet sich an Kunden, die weniger als 20 000 kWh im Jahr verbrauchen und einen Eintarif- (ET) oder Doppeltarif (DT) Zähler haben. 

Die Zusatzprodukte richten sich an Kunden, die in der Regel auf Niederspannung (NS) angeschlossen sind und an derselben Abgabestelle bereits ein Netznutzungsprodukt der BKW beziehen.

  • Zusatzprodukt unterbrechbar für Wärmepumpen, Grossboiler, etc. (NS UR)
  • Zusatzprodukt steuerbar für Zentralspeicherheizungen mit einem Bezug von mehr als 10 000 kWh/Jahr (NS SR)

Eigenverbraucher

Die Eigenverbrauchsprodukte richten sich grundsätzlich an Endverbraucher, die ihre Eigenerzeugung selbst verbrauchen möchten. Hierzu müssen Verbraucher und Produktionsanlage hinter dem selben Netzanschlusspunkt auf Niederspannung angeschlossen sein.

Unterschieden werden Eigenverbrauchsprodukte für: 

Einzelkunden z.B. mit Einfamilienhäuser: zum Produktblatt (2017)

Eigenverbrauchsgemeinschaften z.B. mehrere Endverbraucher in einem Mehrfamilienhaus: Zum Produktblatt (2017)

Produktblatt gültig ab 2018

Eigenverbraucher erhalten neue Netztarife

Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 bringt Änderungen für Eigenverbraucher (Prosumer) und Stromproduzenten:
Per 1. Januar 2019 werden die Netznutzungstarife der BKW an die neuen rechtlichen Regelungen angepasst.

Neue Netznutzungstarife per 1. Januar 2019 für Eigenverbraucher
Auch wer eine grosse Solaranlage auf dem eigenen Hausdach hat, braucht zusätzlich immer wieder Strom aus dem öffentlichen Netz. Für diesen Fall werden – wie bei jedem Verbraucher – Energie und Netznutzung in Rechnung gestellt.

Heute haben Eigenverbraucher einen separaten Netznutzungstarif, bei welchem neben dem Arbeitspreis (Rp./kWh) auch ein Leistungspreis (CHF/kW) verrechnet wird.

Mit der fristgerechten Umsetzung der Tarifierungsregeln der Energiestrategie 2050 entfällt der Eigenverbrauchstarif ab 1. Januar 2019. Die betroffenen Eigenverbraucher erhalten dieselben Tarife wie Kunden ohne eigene Produktion.  

Mess- und Abrechnungstarif für reine Produktionszähler entfällt
Eine weitere Änderung ergibt sich für den Mess- und Abrechnungstarif für "reine" Produktionszähler. Dieser Tarif wird per 1. Januar 2019 auf null gesetzt. Dies betrifft Eigenverbraucher mit einer Produktionsanlage > 30 kVA Wechselrichterleistung sowie Erzeuger mit Produktionsanlagen, die direkt (d.h. ohne Verbrauch) an das Verteilnetz angeschlossen sind. Für die Eigenverbraucher mit einer Produktionsanlage > 30 kVA entfällt nur der Mess- und Abrechnungstarif für den Produktionszähler (PZ), welcher die Nettoproduktion ihrer Anlage erfasst, und nicht für den Einspeise- und Verbrauchszähler (EVZ), der ihren Bezug aus dem Netz registriert.

Unsere Kunden erhalten Ende August detaillierte Informationen zu den neuen für sie gültigen Tarifen.

Produzenten: Messung und Abrechnung

Produzenten: Messung und Abrechnung

Erzeugungsanlagen für elektrische Energie sind von der Netznutzung befreit. Die Kosten für die Messung und Abrechnung gehen gemäss Art. 2 Abs. 3 Energieverordnung zu Lasten der Produzenten. Der Mess- und Abrechnungstarif richtet sich nach der vorgegebenen Zählerinfrastruktur. 

Zwischenabrechnung und Messdatenversand

Die Zusatzleistungen Messdatenversand richten sich an Kunden, die ergänzende Datenlieferungen zusätzlich zum standardisierten Datenaustausch SDAT-CH wünschen.

Das Produkt Zwischenabrechnung richtet sich an Kunden, die ausserhalb des BKW-Abrechnungszyklus z.B. bei Mieterwechsel, eine Ablesung wünschen.

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