60 Prozent mehr Produktion,
trotz Widerständen

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18.02.2010

Neue erneuerbare Energien - BKW-Tätigkeitsbilanz 2009

60 Prozent mehr Produktion, trotz Widerständen

Die BKW FMB Energie AG (BKW) hat im vergangenen Jahr ihre führende Position im Bereich der neuen erneuerbaren Energien (neE) mit ihren Tochtergesellschaften in der Schweiz, Italien und Deutschland stark ausgebaut. Die Jahresproduktion konnte um rund 60 Prozent auf 319 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) erhöht werden. Ein Drittel davon stammt aus schweizerischen Anlagen. Dieser Ausbau wurde trotz den hierzulande komplexen und unkoordinierten Bewilligungsverfahren und trotz zunehmenden Widerständen erzielt.

Die BKW strebt langfristig eine CO2-freie Produktion an. Sie setzt dazu seit vielen Jahren auf die drei bewährten Säulen der Energieefizienz, der neE und der im Betrieb CO2-freien Grosskraftwerke in den Bereichen Wasserkraft und Kernkraft. Im Bereich der neE verfügte die BKW Ende 2009 in der Schweiz, in Italien und Deutschland über 359 (davon CH 160) bestehende und geplante neE-Anlagen mit einer gesamten jährlichen Produktionskapazität von 1'288 (davon CH 830) Mio. kWh. In Betrieb standen 124 Anlagen (davon CH 33) mit einer Jahresproduktion von 319 (davon CH 106) Mio. kWh, entsprechend dem Jahresstromverbrauch von rund 80'000 Durchschnittshaushalten. Die Produktion stammte aus 18 Kleinwasserkraftwerken (Energieanteil 70%), 90 Windturbinen (Energieanteil 20%), 4 Biomassekraftwerken (Energieanteil 9%) und 12 Sonnenkraftwerken (Energieanteil 1%).

Die BKW forciert den Ausbau der neE-Anlagen mit grossem finanziellen Aufwand und gegen einhundert Spezialisten in den drei Ländern. Im internationalen Vergleich stellt sie markante Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen fest. In Italien und Deutschland umfasst die staatliche Unterstützung regelmässig nicht nur die Subventionierung, sondern auch die zügige Abwicklung der Planungs- und Bewilligungsverfahren. In der Schweiz stellt der Staat mit der seit 2009 geltenden kostendeckenden Einspeisevergütung KEV zwar Geld zur Verfügung. Die komplexen, auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene angesiedelten Planungs- und Bewilli-gungsverfahren, die von keiner Behörde umfassend koordiniert und straff geführt werden, erweisen sich in der Schweiz aber als Hindernis für die zügige Realisierung von neE-Anlagen. Dazu kommen zunehmende Widerstände von betroffenen Einzelpersonen, von Organisationen und Verbänden aller Art. So erstaunt denn nicht, dass schweizweit 2009 nur etwa ein Fünftel der nach Energiegesetz möglichen KEV-Gelder ausbezahlt worden sein dürften.