220-kV-Leitung Wattenwil - Mühleberg
Ausgangslage
Der Baufortschritt der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) und die für 2006/07 vorgesehene Inbetriebnahme des BLS-Bahnverkehrs im AlpTransit-Tunnel Lötschberg stellen neue Anforderungen an die Kapazität und Sicherheit der Energieversorgung im Netz der BKW. Weil gleichzeitig die Stromnachfrage im Berner Oberland sowie in der Grossagglomeration Bern seit Jahren kontinuierlich zunimmt, erhält die Hochspannungsleitung Mühleberg - Innertkirchen eine nationale Bedeutung. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Spannungserhöhung auf dem Teilstück Wattenwil - Mühleberg, welches in seiner heutigen Form den neuen Anforderungen nicht mehr genügt.
Projekt
Damit die bevorstehenden Herausforderungen im Dienste der Versorgungssicherheit für alle Kunden in den kommenden Jahren erfolgreich umgesetzt werden können, hat die BKW ein Projekt zum Umbau des
Teilstücks Wattenwil - Mühleberg, mit der Spannungserhöhung von gegenwärtig 132 Kilovolt (kV) auf 220 kV, ausgearbeitet. Ein Strang wird mit 220 kV, der andere mit 132 kV betrieben. Somit kann ohne
zusätzliche Terrainbeanspruchungen bedeutend mehr Energie in den Raum Bern transportiert werden.
Für den Umbau der Leitung werden die bestehenden 111 Tragwerke umgebaut und wo nötig durch neue Masten ersetzt. Das vorgeschlagene Trassee für die neue Leitung folgt mehrheitlich der bestehenden
Leitung. Dabei wurde es, gegenüber der heutigen Linienführung, in verschiedenen Bereichen optimiert. Die Ausarbeitung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt, Wald und
Landschaft (BUWAL), der Eidgenössischen Natur und Heimatschutzkommission (ENHK), von Kanton, Region und Grundeigentümern. Das nun zur Bewilligung vorgelegte Projekt erfüllt alle gesetzlichen
Vorlagen und kann umweltverträglich und gestaffelt realisiert werden.