Handelsbegriffe
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Short / Short Position
Ein Marktteilnehmer ist bei einem Handelsgut „short“, wenn er von sinkenden Preisen profitiert. Im Allgemeinen gilt dies für einen Marktteilnehmer, der ein benötigtes Handelsgut noch nicht beschafft hat. Eine Short Position kann durch den Kauf entsprechender Kontrakte glattgestellt werden. Gegenteil: Long Position -
Spark-Spread
Finanzinstrument der Energiewirtschaft. Bezug des Preises von Strom auf den Preis des Erdgases (oder der Steinkohle), welches zur Erzeugung des Stroms erforderlich ist. Bei Spark-Spreads basieren die zu Grunde liegenden Terminkontrakte auf zwei unterschiedlichen Underlyings, die über den Kraftwerkswirkungsgrad miteinander verknüpft sind -
Speicherkraftwerk
Ein Speicherkraftwerk nutzt die durch natürliches Gefälle entstehende Energie des Wassers z. Bsp. aus einem höher gelegenen See oder einem künstlichen Stausee, der durch einen natürlichen Zufluss gespeist wird -
Spitzenlast (Peak)
Die Spitzenlast deckt die verbrauchsstarke Zeit, in der Regel meist nur von 8 - 20 Uhr an Werktagen, also an den Verbrauchsspitzen, ab. Die Spitzenlast wird durch den Einsatz von Gas- und Ölkraftwerken sowie Speicherkraftwerken abgedeckt. Bei Bedarf kann ein Gasturbinenkraftwerk innerhalb von 10 bis 15 Minuten hochgefahren werden, ein Speicherkraftwerk sogar in 1 bis 2 Minuten. Kurzfristige Verbrauchsschwankungen werden so schnellstens ausgeglichen. Ein Braunkohlekraftwerk ist dafür allerdings völlig ungeeignet, da es 6 bis 8 Stunden benötigt, um anzufahren -
Spotgeschäft
Am Spotmarkt abgeschlossenes Kurzfristgeschäft. Das Settlement (physische Lieferung oder Cash Settlement) erfolgt in einem nahen Zeitraum, in der Regel am Folgetag ( Day-Ahead Market) -
Spotmarkt
Am Spotmarkt der EEX wird Strom zeitnah (in der Regel für den nächsten Tag) gehandelt. Er wird im Wesentlichen von Energieunternehmen und Grosskunden genutzt, um kurzfristig ihr Stromportfolio zu optimieren, z. Bsp. die Produktion an die Witterung anzupassen oder Kraftwerksausfälle zu kompensieren -
Spread
Bezeichnet allgemein die Differenz zwischen zwei Kursen. 1) Der bid-ask-spread bezeichnet die Differenz zwischen dem besten Kauf- und Verkaufskurs für eine Ware/Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt. 2) Ein Spread zwischen verschiedenen Handelsplätzen ermöglicht es einem Händler durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Kontrakten, für ein gleichwertiges Underlying an den verschiedenen Märkten Arbitrage-Gewinne zu erzielen. 3) Erzeugungsmarge bei Strom, die der Differenz zwischen dem Strompreis und den Brennstoffkosten für die Elektrizitätsproduktion entspricht. Man unterscheidet: Spark Spread: Marge bei Gaskraftwerken; Dark Spread: Marge bei Kohlekraftwerken; Clean Spread: Marge unter Berücksichtigung der Kosten für Emissionszertifikate -
Steinkohlekraftwerk
Bei diesen Kraftwerken wird Wasser mit Hilfe von Kohle zu Dampf erhitzt. Der dabei entstehende Druck treibt dann die Turbinen an. Der Wirkungsgrad, d. h. die Umsetzung der in der Kohle enthaltenen Energie in Strom, ist relativ niedrig. Der Rest gelangt als Abwärme in die Luft. Diese Wärme kann man durch Kraft-Wärme-Kopplung beispielsweise zum Heizen nutzen und dadurch einen wesentlich höheren Gesamt-Wirkungsgrad erreichen. Ein Nachteil der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke ist der hohe Ausstoss an CO2 und anderen Schadstoffen. Diese werden in den Abgasen deshalb in einer aufwändigen Rauchgasreinigungsanlage erheblich reduziert -
Stop Loss
Entweder Kauforder, die erst beim Überschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird. Steigt der Kurs des entsprechenden Kontraktes auf ein bestimmtes Limit oder darüber, wird der Auftrag zum nächst möglichen Kurs ausgeführt. Oder Verkaufsorder, die erst beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird. Sinkt der Kurs des entsprechenden Kontraktes auf ein bestimmtes Limit oder darunter, wird der Auftrag zum nächst möglichen Kurs ausgeführt -
Stop Profit
Entweder Kauforder, die erst beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird. Sinkt der Kurs des entsprechenden Kontraktes auf ein bestimmtes Limit oder darunter, wird der Auftrag zum nächst möglichen Kurs ausgeführt. Oder Verkaufsorder, die erst beim Überschreiten eines bestimmten Kurses ausgeführt wird. Steigt der Kurs des entsprechenden Kontraktes auf ein bestimmtes Limit oder darüber, wird der Auftrag zum nächst möglichen Kurs ausgeführt -
Strike (Strike Price)
Ausübungspreis einer Option -
Strombörse
Eine Strombörse ist ein neutraler Handelsplatz mit transparenter Preisbildung und verfolgt keine eigene Handelsstrategie. Für alle dort zugelassenen Handelsteilnehmer gelten die gleichen Konditionen. Stromerzeuger und -händler bieten hier Wochen-, Tages- und Stundenprodukte an. Die Preise orientieren sich dabei an der momentanen Marktlage. Als Warenbörse unterliegt die Strombörse dem deutschen Börsengesetz. Für im europäischen Ausland niedergelassene Börsen gelten ggf. andere gesetzliche Bestimmungen bzw. Zulassungsvoraussetzungen -
Swap
Transaktion, bei der ein Preis für einen bestimmten Zeitraum in einen anderen Preis umgewandelt wird. Normalerweise handelt es sich hierbei um eine reine Finanztransaktion, bei der keine physische Lieferung erfolgt. Im Vertrag müssen Laufzeit, zu Grunde liegende Menge und Preise exakt spezifiziert sein. Preisdifferenzen werden – in bar –für vorher vereinbarte Perioden monatlich, quartalsweise oder halbjährlich ausgeglichen. Beim klassischen Fixed-for-floating Swap (auch Plain Vanilla genannt) wird ein variabler Preis in einen Fixpreis umgewandelt. Daneben existieren Floating-for-floating Swaps, bei denen ein variabler Preis durch einen anderen variablen Preis ersetzt wird. Zur einseitigen Absicherung von Risiken eignen sich Caps und Floors -
Swing Option
Der Käufer erhält das Recht, mehr (Swing Up) oder weniger (Swing Down) einer Handelsware zu beziehen. Swing Options werden innerhalb einer Brandbreite im Gasmarkt angewendet. Ein Swing Up ist vergleichbar mit einem Call und Swing Down mit einem Put auf eine Handelsware
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